| 07.07.2026, 06:29 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Coperion hat von der U.S. Food and Drug Administration (FDA) einen „Letter of No Objection“ (LNO) für seine Recyclingtechnologie zur Herstellung von lebensmitteltauglichem Rezyklat aus High-Density Polyethylen (HDPE) und Polypropylen (PP) erhalten. Laut Coperion bestätigt die Behörde damit, dass die Kombination aus Coperion-Doppelschneckenextruder und der Siloentgasung „EcoFresh“ die Anforderungen für Materialien mit direktem Lebensmittelkontakt erfüllt. Mit der FDA-Anerkennung will sich Coperion als Anbieter eines vollständigen Dekontaminationssystems für die Herstellung von Food-Grade-Rezyklaten positionieren. Die Technologie eigne sich für unterschiedliche Anlagengrößen und Durchsätze bis zu 6.000 Kilogramm pro Stunde. Die erforderliche Dekontamination werde durch das Zusammenspiel von Doppelschneckenextrusion und der nachgeschalteten Siloentgasung erreicht. Die Wirksamkeit wurde laut Coperion im Rahmen eines Challenge-Tests nachgewiesen und von der FDA bestätigt. Die Zulassung soll neue Möglichkeiten für geschlossene Materialkreisläufe bei Lebensmittelverpackungen eröffnen. So können beispielsweise gebrauchte HDPE-Milch- oder Saftflaschen zu lebensmitteltauglichem Regranulat aufbereitet und anschließend erneut für Flaschen oder vergleichbare Verpackungen eingesetzt werden. Gleiches gilt für PP-Verpackungen wie Joghurtbecher, Schalen oder Gemüseschalen, die wieder zu Lebensmittelverpackungen verarbeitet werden können. Nach Angaben von Coperion kann das mit der Technologie hergestellte rHDPE und rPP in Anteilen von bis zu 100 Prozent für neue Lebensmittelverpackungen verwendet werden. Die FDA-Freigabe umfasst die Anwendungsbereiche A bis H, darunter Verpackungen für tiefgekühlte, pasteurisierte oder hochtemperatursterilisierte Lebensmittel. Die hohe Dekontaminationsleistung basiert auf zwei Verfahrensschritten. Zunächst wird das Ausgangsmaterial über gravimetrische Dosiersysteme dem Doppelschneckenextruder zugeführt. Dort erfolgen Aufschmelzen, Homogenisieren, Mischen und Entgasen der Kunststoffschmelze. Anschließend werden feste Verunreinigungen über einen Schmelzfilter entfernt und das Material granuliert. In einem zweiten Dekontaminationsschritt werden die Recompounds in der standardisierten Siloentgasung „EcoFresh“ behandelt, um auch schwer flüchtige Migrationsstoffe zu entfernen. Als Ausgangsmaterial dienen gebrauchte HDPE-Getränkeflaschen und deren Verschlüsse sowie PP-Verpackungen aus dem Lebensmittelbereich. Die Prozessauslegung basiert auf der langjährigen Erfahrung des Unternehmens im Bereich Schmelzeentgasung und wurde speziell für Recyclinganwendungen optimiert. Für Anwender bietet Coperion die Möglichkeit, die Dekontaminationsleistung der Technologie im unternehmenseigenen Recycling Innovation Center zu testen. Dort können Recyclingprozesse mit Original-Stoffströmen durchgeführt werden. In Verbindung mit dem Technikum von Herbold Meckesheim lassen sich die Verfahrensschritte von der Zerkleinerung und Reinigung bis zur Herstellung des lebensmitteltauglichen Regranulats vollständig abbilden. Weitere Informationen: www.coperion.com |
Coperion GmbH, Stuttgart
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