| 20.07.2026, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die BASF-Gruppe hat auf Basis vorläufiger Zahlen im zweiten Quartal 2026 Umsatz und operatives Ergebnis deutlich gesteigert und hebt infolgedessen den Ergebnisausblick für das Gesamtjahr an. Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag mit voraussichtlich 2,4 Milliarden Euro sowohl deutlich über dem Vorjahreswert als auch über den Analystenschätzungen. Der Konzernumsatz erhöhte sich im zweiten Quartal um 16 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro nach 14,8 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Wesentliche Treiber waren höhere Verkaufspreise (+11 Prozent) sowie gestiegene Absatzmengen (+7 Prozent), während Währungs- und Portfolioeffekte den Zuwachs leicht reduzierten. Der Umsatz lag über dem von Analysten erwarteten Wert von 16,5 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg gegenüber dem Vorjahresquartal von 1,6 auf 2,4 Milliarden Euro und übertraf damit den Analystenkonsens von 2,1 Milliarden Euro deutlich. Ergebnisverbesserungen verzeichneten nahezu alle Unternehmensbereiche mit Ausnahme von Surface Technologies. Besonders die Segmente Materials, Industrial Solutions und Agricultural Solutions lagen deutlich über den Markterwartungen. Das EBIT vor Sondereinflüssen erreichte 1,5 Milliarden Euro nach 0,7 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Das EBITDA belief sich einschließlich Sondereinflüssen auf 2,0 Milliarden Euro. Belastend wirkten insbesondere Transformationskosten im Zusammenhang mit laufenden Kostensenkungsprogrammen sowie der Einführung neuer ERP-Systeme. Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen stieg auf voraussichtlich 4,1 Milliarden Euro. Maßgeblich hierfür war ein Veräußerungsgewinn von rund 3,9 Milliarden Euro vor Steuern aus dem zum 30. Juni 2026 abgeschlossenen Verkauf des Coatings-Geschäfts an Carlyle. Die Steuerbelastung aus der Transaktion wird im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erwartet. Der Free Cashflow verschlechterte sich im zweiten Quartal auf minus 0,2 Milliarden Euro nach plus 0,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Als Ursache nennt BASF vor allem die höhere Kapitalbindung infolge gestiegener Rohstoffpreise. Für das Gesamtjahr 2026 hebt BASF die Prognose für das EBITDA vor Sondereinflüssen auf 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro an. Zuvor hatte das Unternehmen einen Korridor von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro erwartet. Die Prognose für den Free Cashflow bleibt unverändert bei 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro. Gleichzeitig passte BASF ihre Annahmen für das wirtschaftliche Umfeld an. Das erwartete globale Bruttoinlandsprodukt wurde von 2,7 auf 2,5 Prozent reduziert, die Prognosen für Industrie- und Chemieproduktion ebenfalls nach unten korrigiert. Demgegenüber rechnet der Konzern nun mit einem durchschnittlichen Brent-Ölpreis von 80 statt bislang 65 US-Dollar je Barrel sowie einem Wechselkurs von 1,17 US-Dollar je Euro. Nach Einschätzung des Unternehmens bleibt die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2026 stark von geopolitischen Faktoren abhängig. Insbesondere der Ausgang der Verhandlungen zwischen den USA und Iran sowie die zukünftige Nutzbarkeit der Straße von Hormus gelten als entscheidende Einflussgrößen für die Versorgung mit Energie- und Petrochemierohstoffen und damit für die weitere Entwicklung der Chemiemärkte. Weitere Informationen: www.basf.com |
BASF SE, Ludwigshafen
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