| 02.10.2008 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
|
Der PET-Preis hat, wie bereits im PETplanet pulse vom August prognostiziert, weiter nachgegeben: Die Tonne kostet in Westeuropa im Schnitt 1330 Euro. Zudem existieren auch deutlich niedrigere PET-Preise im Markt, da aufgrund des gegenwärtig sinkenden Ölpreises und dem Ende der Getränkesaison die aufgebauten Lagerbestände innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette reduziert werden - angefangen bei den chemischen Grundbausteinen bis hin zum Getränkehandel bzw. Supermarkt. Es sollen auch große Mengen Preforms im Markt sein. Dies bedeutet wiederum, dass Preformhersteller im Spot-Markt zurzeit nur PET kaufen wollen, wenn ihren erwarteten bzw. geforderten Konditionen Rechnung getragen wird. Nachfrage verharrt auf tiefem Niveau, weitere Preisrückgänge werden erwartet An der Nachfragesituation hat sich noch nichts geändert, sie war im Juli und August schon schwach, und auch jetzt ist sie nur mäßig. Die Gründe sind die gleichen wie seit zwei Monaten: Preformhersteller decken sich aufgrund der hohen Preise und der mäßigen Nachfrage seit Wochen nur mit den Mengen ein, die sie auch tatsächlich brauchen. Und jetzt, da die Getränkehochsaison (die in diesem Sommer eigentlich überhaupt nicht stattgefunden hat) auch gemäß Kalender zu Ende geht, ist die abwartende Haltung noch gelassener als bisher. Die bevorstehende kältere Jahreszeit und der ohnehin schon ruhige Markt lassen den Schluss zu, dass die Preise noch weiter zurückgehen werden. Auch Rezyklatpreis geht leicht zurück Rezyklat wird, genau wie Neuware, aus den genannten Gründen ebenfalls seit Wochen nur mäßig nachgefragt. Der seit Monaten sehr hohe Rezyklatpreis ist nun erstmals leicht zurückgegangen. Die Rede ist von einem Preisrückgang von 20 bis 30 Euro pro Tonne. Asiatische Ware günstiger Asiatisches PET, das in die EU importiert wird, ist derzeit günstiger als westeuropäische Ware - trotz Transportkosten und Zoll. Marktkenner sind jedoch der Meinung, dass sich die Preise bald wieder annähern bzw. dass PET aus Asien sogar demnächst teurer sein könnte als PET aus Westeuropa. Der Grund ist folgender: Der Preis für Erdöl und damit für erdölabhängige Produkte wird aller Voraussicht nach auch in den nächsten Wochen weiter fallen, und das wird sich auf das PET-Preisniveau auswirken. Ware, die derzeit in Asien noch günstiger ist und zum momentanen Preis gekauft wird, trifft jedoch erst in rund sechs Wochen in der EU ein. Bis dahin wird wohl der Preis für westeuropäisches PET unter dem derzeitigen Asien-Preis liegen, wird vermutet. Der Rezyklatpreis bezieht sich auf rezykliertes PET, das höchsten Qualitätsstandards in Bezug auf Transparenz und Lebensmitteltauglichkeit entspricht. Diese Standards sind vor allem bei Mineralwasser sehr wichtig, da Konsumenten gerade bei Wasser äußerst empfindlich reagieren: Mineralwasser und auch die PET-Flaschen, in die es abgefüllt wird, müssen klar und rein aussehen, sonst wird das Wasser nicht gekauft. Quelle: Newsletter „petplanet pulse“, www.petpla.net ![]() Abonnenten der Fachzeitschrift „PETpla.net insider“ – Magazine for Bottlers and Bottle-Makers - erhalten eine ausführlichere Version dieses PET-Preisberichtes zwei Wochen vor Veröffentlichung im plasticker.de. Hier geht es zur Abo-Bestellung von „PETpla.net insider“. |
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Kebo: Zusammenschluss mit Plastisud
Evonik: Zweites Quartal über Plan - Prognose für 2026 angehoben
Klöckner Pentaplast: Michael Zacka neuer Interims-CEO
Celanese: Preiserhöhungen für technische Kunststoffe
Austrotherm: Maximilian Schmid und Christoph Pröbstl übernehmen Geschäftsführung in Österreich
Meist gelesen, 10 Tage
Leuna-Polyamid: Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt
Celanese: Preiserhöhungen für technische Kunststoffe
Austrotherm: Maximilian Schmid und Christoph Pröbstl übernehmen Geschäftsführung in Österreich
Brückner Group: Nachhaltigkeitsbericht nach ESRS definiert Ziele und Meilensteine bis 2030
Kebo: Zusammenschluss mit Plastisud
pro-K: Branchendialog diskutiert Wettbewerbsfähigkeit und Transformation der Kunststoffindustrie
Meist gelesen, 30 Tage
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
EU-Kommission: Hinweise auf Kartelle im Kunstrasenrecycling
Gardena: Aufgabe der Erweiterungspläne für Werk Heuchlingen
Haitian: Produktionsstandort in Serbien stärkt Fertigung für Europa und die MEA-Region
Meist gelesen, 90 Tage
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Grünstoff: Kunststoffrecycler mit strategischer Neuausrichtung
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern
|