| 18.03.2009 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Nach der Insolvenzanmeldung der Plastal GmbH (www.plastal.com) mit Hauptsitz in Weißenburg/Mittelfranken (Siehe auch plasticker-News vom 9.3.2009) hat der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Siegfried Beck, Kanzlei Dr. Beck & Partner (Nürnberg, www.ra-dr-beck.de), innerhalb weniger Tage die Strukturen für die nahtlose Weiterführung aller sechs Werke geschaffen. Plastal Deutschland beschäftigt einschließlich Auszubildenden rund 2.200 Personen. Strukturierter Verkaufsprozess in Vorbereitung Gemeinsam mit der deutschen Plastal-Geschäftsführung sowie in Abstimmung mit den wesentlichen Auftraggebern wurde ein Finanzierungsmodus für den laufenden Betrieb erreicht. Auch mit den weitaus meisten Zulieferbetrieben von Plastal konnte innerhalb weniger Tage die nahtlose Weiterbelieferung vereinbart werden. Plastal stellt Kunststoffprodukte wie Stoßfänger und Armaturenteile für alle großen deutschen sowie weitere europäische Automobilhersteller her. Beck: „Plastal arbeitet mit Qualitätsprodukten auf höchstem Niveau. Geschäftsführung, Betriebsrat, Belegschaft und Gewerkschaft ziehen an einem Strang.“ Die Plastal GmbH ist eine Tochtergesellschaft der schwedischen Plastal Holding AB, Mölndal, die am 5. März Insolvenz anmeldete. Durch die eigene Insolvenzanmeldung einen Tag später besteht für die deutsche Plastal GmbH die Möglichkeit zu einer Veränderung und Neuordnung der Eigentümerstruktur. Im Rahmen eines strukturierten Verkaufsprozesses will der Insolvenzexperte Beck alle sich hier öffnenden Optionen ausloten. Dazu Beck: „Bei der technischen Ausgestaltung gibt es keine Denkverbote.“ Einige mögliche Investoren haben bereits Interesse signalisiert. Insolvenzgeld wird für die Belegschaft vorfinanziert Als vorrangiges Ziel wurde die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes durch eine Bank gesichert. Die Bundesagentur für Arbeit gewährt das Insolvenzgeld für maximal drei Monate. Für Plastal bedeutet das den Zeitraum von März bis Mai 2009, für den die Kurzarbeit aufgehoben wurde. Im Werk Essen erlaubte die gute Auftragslage bereits zuvor den Stopp der Kurzarbeit. Der Arbeitslohn wird wie bisher zum Monatsende ausgezahlt. An allen Standorten wurde die Belegschaft in zeitgleichen Betriebsversammlungen entsprechend unterrichtet. Fertigungsstandorte sind neben Weißenburg mit 500 Mitarbeitern einschließlich Leiharbeitnehmern auch Essen (460 Beschäftigte einschließlich Leiharbeitnehmer), Pappenheim (460), Reinsdorf-Büddenstedt (430), Renningen (15) und Sinntal-Sterbfritz (310). Über Plastal Die schwedische Plastal AB gehört nach eigenen Angaben mit 1,3 Milliarden Euro Konzernumsatz im Jahr 2008 zu den 100 größten weltweit agierenden Zulieferanten für Personenwagen sowie Lastwagen und zählt sich in Europa zu den 50 größten Anbietern. Der Konzern beschäftigt insgesamt rund 6.000 Mitarbeiter in 30 Werken sowie Entwicklungsbüros in zehn europäischen Ländern sowie in China. Mehrheitseigentümer ist Nordic Capital (Fund V). Auslöser für die Insolvenzanmeldung war der rasche und starke Absatzrückgang im Automobilbau weltweit. |
Plastal GmbH, Weißenburg
» insgesamt 8 News über "Plastal" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
TeraPlast: PE-Rohrwerk von Aliaxis übernommen
Kebo: Zusammenschluss mit Plastisud
Evonik: Zweites Quartal über Plan - Prognose für 2026 angehoben
Klöckner Pentaplast: Michael Zacka neuer Interims-CEO
Celanese: Preiserhöhungen für technische Kunststoffe
Austrotherm: Maximilian Schmid und Christoph Pröbstl übernehmen Geschäftsführung in Österreich
Meist gelesen, 10 Tage
Leuna-Polyamid: Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt
Celanese: Preiserhöhungen für technische Kunststoffe
Austrotherm: Maximilian Schmid und Christoph Pröbstl übernehmen Geschäftsführung in Österreich
Brückner Group: Nachhaltigkeitsbericht nach ESRS definiert Ziele und Meilensteine bis 2030
Kebo: Zusammenschluss mit Plastisud
pro-K: Branchendialog diskutiert Wettbewerbsfähigkeit und Transformation der Kunststoffindustrie
Meist gelesen, 30 Tage
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
Gardena: Aufgabe der Erweiterungspläne für Werk Heuchlingen
Haitian: Produktionsstandort in Serbien stärkt Fertigung für Europa und die MEA-Region
Moretto: Neue Lösungen für Trocknung, Dosierung und Materialrückverfolgung
Meist gelesen, 90 Tage
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Grünstoff: Kunststoffrecycler mit strategischer Neuausrichtung
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern
|