| 09.04.2009 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Die Geschäftsführung des traditionsreichen Automobilunternehmens Wilhelm Karmann GmbH (www.karmann.com) hat gestern beim Amtsgericht Osnabrück Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Grund ist die drohende Zahlungsunfähigkeit angesichts bevorstehender finanzieller Verpflichtungen. Ziel ist es, gemeinsam mit dem vom Gericht zu bestellenden vorläufigen Insolvenzverwalter die neu strukturierte Karmann Unternehmensgruppe in eine gesicherte Zukunft zu führen und dabei so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Krise des Automobilmarktes und Sozialplanverpflichtungen führen zu drohender Illiquidität Der alle Planungen sprengende Umsatzrückgang hat nach Unternehmensangaben dazu geführt, dass der mit den Arbeitnehmervertretern vereinbarte Sozialplan nicht mehr zu finanzieren sei. Fortführungsperspektive gegeben Das Sanierungskonzept der Geschäftsführung vom September 2008 sah für das Geschäftsjahr 2009 noch ein ausgeglichenes Ergebnis vor. In diesen Planungen waren kalkulatorisch die Kosten für den Interessenausgleich und Sozialplan enthalten. Die weltweite Finanzkrise und der dramatische Einbruch der Automobilnachfrage habe die ursprüngliche Planung zunichte gemacht. Die Geschäftsführung verweist insbesondere darauf, dass die Auslaufprogramme der bei Karmann produzierten Gesamtfahrzeuge drastisch gekürzt worden seien. Karmann sei im Kern sanierungsfähig und praktisch frei von Bankkrediten. Der Zusammenbruch des Automobilmarktes einerseits und der Sozialplan andererseits seien in ihrer Summe allerdings Belastungen, die die Finanzierungskraft des Unternehmens übersteigen. Der gestrige Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens bezieht sich auf die Wilhelm Karmann GmbH, Osnabrück. Aufgrund der bestehenden Verflechtungen seien auch die folgenden deutschen Gesellschaften unmittelbar betroffen: • Automotive Global Service GmbH, Osnabrück • Karmann-Engineering-Services GmbH, Bissendorf • Karmann-Rheine GmbH & Co. KG, Rheine • Karmann Rheine – Verwaltungs GmbH, Rheine Über Karmann Das Unternehmen ist weltweit als Full-Service-Vehicle-Supplier tätig und beliefert die internationale Automobilindustrie mit Ideen, neuen Lösungen, Produkten und Fertigungsanlagen. Die Produktpaltte reicht vom Modul bis zum Gesamtfahrzeug, wobei Dachsysteme zu den Spezialitäten des Unternehmens gehören. Karmann wurde vor über 100 Jahren gegründet und beschäftigt heute rund 8.000 Mitarbeiter. |
Wilhelm Karmann GmbH, Osnabrück
» insgesamt 1 News über "Karmann" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Schorr Modell- und Formenbau: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Freudenberg Sealing: Dr. Alexander Rozmán übernimmt als CEO
Biesterfeld: Vertriebspartnerschaft mit Syensqo auf Großbritannien und Irland ausgeweitet
Kebo: Zusammenschluss mit Plastisud
Evonik: Zweites Quartal über Plan - Prognose für 2026 angehoben
Meist gelesen, 10 Tage
Kebo: Zusammenschluss mit Plastisud
Lego: Globales Innovationszentrum für die Fertigung eröffnet
Freudenberg Sealing: Dr. Alexander Rozmán übernimmt als CEO
Weiss Kunststoffverarbeitung: Automatisierung nachgelagerter Spritzgussprozesse
Klöckner Pentaplast: Michael Zacka neuer Interims-CEO
Evonik: Zweites Quartal über Plan - Prognose für 2026 angehoben
swissplast group: Vollständige Übernahme der Crisco Formtechnik AG abgeschlossen
Meist gelesen, 30 Tage
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
Gardena: Aufgabe der Erweiterungspläne für Werk Heuchlingen
Haitian: Produktionsstandort in Serbien stärkt Fertigung für Europa und die MEA-Region
Moretto: Neue Lösungen für Trocknung, Dosierung und Materialrückverfolgung
Meist gelesen, 90 Tage
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Grünstoff: Kunststoffrecycler mit strategischer Neuausrichtung
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Kunststoffchemie für Ingenieure
|