| 15.06.2026, 06:05 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Evonik hat in Marl eine Pilotanlage zur Herstellung der anionenleitenden Polymer-Membran „Duraion“ in Betrieb genommen. Die Membran ist für die AEM-Elektrolyse ausgelegt und soll die Kosten der Produktion von grünem Wasserstoff senken. Die Anlage kann nach Unternehmensangaben jährlich Membranen für Elektrolyseure mit einer Gesamtleistung von bis zu 2,5 Gigawatt produzieren. Dies entspricht rund einem Viertel der in Deutschland für 2030 geplanten Elektrolysekapazität. Mit dem Produktionsstart überführt Evonik die Technologie vom Labormaßstab in eine kontinuierliche Fertigung. Die AEM-Elektrolyse gilt als Alternative zu etablierten Elektrolyseverfahren. Sie arbeitet in basischer Umgebung und ermöglicht dadurch den Einsatz edelmetallfreier Materialien. Laut Evonik können dadurch die Investitionskosten deutlich sinken; Fachstudien beziffern das Potenzial auf mindestens 25 Prozent. Zudem kann Wasserstoff direkt unter Druck erzeugt werden, wodurch zusätzliche Kompressionsschritte entfallen können. Die „Duraion“-Membran kombiniert nach Unternehmensangaben hohe Ionenleitfähigkeit mit chemischer und mechanischer Stabilität. Sie trennt Wasserstoff und Sauerstoff zuverlässig und ist für hohe Stromdichten sowie Drücke ausgelegt. Bei der Herstellung werden keine PFAS zugesetzt. Optional kann eine Gewebeverstärkung integriert werden, um den Einsatz in großflächigen Elektrolysesystemen zu unterstützen. Die Beschichtungsanlage in Marl ist rund 20 Meter lang und produziert Membranen mit einer Breite von bis zu einem Meter. Evonik verweist zudem auf eine vollständige Rückwärtsintegration von den Ausgangsmolekülen bis zur fertigen Membranrolle. Erste Hersteller von AEM-Elektrolyseuren setzen die Membranen bereits in Pilotfertigungen und Demonstrationsanlagen ein. Parallel zum Produktionsstart in Deutschland eröffnet Evonik das AEM Center Shanghai. Das Anwendungstechnikzentrum soll Membranen aus Marl unter industriellen Bedingungen testen und die Integration der AEM-Technologie in Wasserstoffanwendungen unterstützen. Der Standort richtet sich an internationale Kunden und adressiert insbesondere den wachsenden chinesischen Markt. Weitere Informationen: www.evonik.de |
Evonik Industries AG, Essen
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