| 05.10.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die pal plast GmbH stellt auf der Fakuma 2026 in Friedrichshafen neue technische Compounds und Recompounds mit hohen Rezyklatanteilen vor. Im Mittelpunkt stehen PA-66-Werkstoffe mit hohen Füllgraden, PC- und PC/ABS-Recompounds mit Post-Consumer-Rezyklat sowie elektrisch leitfähige Typen auf Basis von PS und ABS. Das Unternehmen richtet die Materialentwicklungen auf Anwendungen aus, bei denen mechanische Eigenschaften, Maßhaltigkeit und Prozesssicherheit trotz eines hohen Anteils an Sekundärrohstoffen erhalten bleiben sollen.PA 66 mit hohen Füllgraden und recycelten Carbonfasern Zum Messeprogramm gehören PA-66-Compounds mit hohen Füllgraden. Darunter befinden sich Rezepturen mit recycelten Carbonfasern, deren Rezyklatanteil nach Unternehmensangaben nahezu 100 Prozent erreicht. Sie sind für Anwendungen vorgesehen, bei denen hohe Steifigkeit und Festigkeit bei vergleichsweise geringem Gewicht gefordert sind. Damit adressiert pal plast Einsatzbereiche, in denen bislang häufig neuwarebasierte Hochleistungswerkstoffe verwendet werden. PC und PC/ABS mit erhöhtem PCR-Anteil Neu sind außerdem PC- und PC/ABS-Recompounds mit einem Anteil an Post-Consumer-Rezyklat von deutlich mehr als 30 Prozent. Die PC-Typen sind nach Angaben des Unternehmens auch transparent verfügbar, PC/ABS wird zusätzlich in Naturfarbe angeboten. Zielgruppe sind unter anderem Verarbeiter und Automobilzulieferer, die künftig definierte und nachweisbare Anteile an Post-Consumer-Rezyklat in Bauteilen einsetzen müssen. Hintergrund sind unter anderem die neuen EU-Vorgaben für die Kreislauffähigkeit von Fahrzeugen. Die seit 13. August 2026 geltende Verordnung (EU) 2026/1738 schreibt für Kunststoffe in neuen Fahrzeugtypen, die ab 1. September 2032 typgenehmigt werden, mindestens 15 Gewichtsprozent recycelten Kunststoff aus Post-Consumer-Kunststoffabfällen vor. Für ab 1. September 2036 typgenehmigte neue Fahrzeugtypen steigt die Quote auf 25 Prozent. Mindestens 20 Prozent des jeweiligen Zielwerts müssen aus Kunststoffen stammen, die aus Altfahrzeugen oder aus während der Nutzungsphase ausgebauten Fahrzeugteilen und -komponenten zurückgewonnen wurden. Elektrisch leitfähige Compounds auf PS- und ABS-Basis pal plast erweitert außerdem sein Programm elektrisch leitfähiger Compounds. Neben bestehenden PP-Typen sollen künftig auch Werkstoffe auf Basis von PS und ABS verfügbar sein, auf Wunsch mit hohem Rezyklatanteil. Als Anwendungen nennt das Unternehmen unter anderem Transportbehälter, Trays und Verpackungen für elektrostatisch empfindliche elektronische Bauteile. Die Materialien sind für die Verarbeitung im Spritzguss und in der Extrusion vorgesehen. Entwicklung geschlossener Materialkreisläufe Neben den neuen Werkstoffen zeigt pal plast auf der Fakuma 2026 laufende Materialentwicklungen. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen nach eigenen Angaben Kunden beim Aufbau geschlossener Stoffkreisläufe. Dazu gehören die Analyse interner Materialströme, die Sammlung und Aufbereitung von Produktionsabfällen, die Auswahl geeigneter Rezyklatquellen sowie die Entwicklung anwendungsspezifischer Compounds. Die Werkstoffe werden im unternehmenseigenen Labor geprüft. Unter dem Leitgedanken "Circular. Now." beschreibt pal plast Kreislaufwirtschaft als schrittweise Integration von Rückführung, Aufbereitung und Wiedereinsatz von Kunststoffen in bestehende Produktionsprozesse. Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle A5, Stand 5001 Weitere Informationen: www.palplast.com |
pal plast GmbH, Mühlheim am Main
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