| 06.08.2025, 15:09 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das Recyclingunternehmen Saperatec mit Sitz in Dessau hat kürzlich ein Insolvenzverfahren beantragt. Am 31. Juli 2025 wurde Prof. Dr. Nikolaus Schmidt (Halle) vom Amtsgericht Dessau-Roßlau als vorläufiger Verwalter bestellt. Das Unternehmen stellt Kunststoffrezyklate für Folien- und Hartkunststoffverpackungen her und verwertet dafür Getränkekartonverpackungen aus der haushaltsnahen Sammlung. Die im Mai 2024 in Betrieb genommene Produktionsanlage in Dessau setzt auf ein innovatives mechanisches Recyclingverfahren, das vom Unternehmen selbst entwickelt wurde (siehe auch plasticker-News vom 17.05.2024). Thorsten Hornung, CEO der saperatec GmbH, erläutert: „Nach mehrjährigen Entwicklungsarbeiten fällt unser Produktionshochlauf in eine tiefgreifende Marktkrise für Kunststoffrezyklate. Die wirtschaftlichen Auswirkungen von schwacher Nachfrage und massivem Preisverfall konnten in dieser sensiblen Projektphase wirtschaftlich nicht aufgefangen werden.“ Saperatec wird dieses Jahr gemeinsam mit ihren Projektpartnern zum zweiten Mal in Folge mit dem „Deutschen Verpackungspreis” für eine Kreislaufwirtschaftslösung im Verpackungsbereich ausgezeichnet. Nachdem im vergangenen Jahr eine flexible Verpackungslösung für Reinigungstücher ausgezeichnet wurde, wird in diesem Jahr ein Blasformkanister mit LDPE aus der Getränkekartonverwertung prämiert. Die Kunststoffrezyklate sind auch für kontaktsensible Anwendungen, beispielsweise in den Bereichen Hygiene und Kosmetik, zugelassen. Das Unternehmen will den Betrieb im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens eingeschränkt fortführen und erarbeitet gemeinsam mit einem Investorenkonsortium ein langfristiges Sanierungskonzept. Dr. Sebastian Kernbaum, Gründer und CTO: „‘Jetzt erst recht!‘ hieß es im Team, als wir über den Insolvenzantrag informieren mussten. Also werden wir den Kurs halten, auch wenn der Wind rau ist.“ Weitere Informationen: www.saperatec.de |
Saperatec GmbH, Dessau-Roßlau
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