| 10.05.2013, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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In einem schwachen Marktumfeld insbesondere in der Reifen- und Automobilbranche meldet Lanxess im ersten Quartal 2013 wie erwartet einen Ergebnisrückgang. Der Umsatz sank demnach im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Maßgeblich seien rückläufige Absatzmengen sowie gesunkene Verkaufspreise gewesen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen ging im Jahresvergleich um 53 Prozent auf 174 Millionen Euro zurück und lag damit in dem im März angekündigten Zielkorridor von 160 bis 180 Millionen Euro. Das operative Ergebnis wurde durch planmäßige Einmalaufwendungen in Höhe von rund 30 Millionen Euro für die Inbetriebnahme des neuen Butylkautschukwerks in Singapur sowie für die Umstellung auf die Keltan ACE-Technologie in der EPDM-Kautschuk-Anlage im niederländischen Geleen belastet. Die EBITDA-Marge im Konzern sank von 15,5 auf 8,3 Prozent. Der Konzerngewinn reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 87 Prozent auf 25 Millionen Euro. "Wir sind nicht immun gegen starke Nachfragerückgänge. Darauf reagieren wir wie immer konsequent", sagte Lanxess-Vorstandsvorsitzender Axel C. Heitmann. Nachdem Lanxess bereits zu Jahresbeginn im Segment Performance Polymers mit zeitweisen Anlagenstilllegungen begonnen habe, plane der Konzern jetzt zusätzliche Maßnahmen im Segment Performance Chemicals. "Diese Schritte sind nicht auf kurzfristige Einsparungen ausgelegt. Wir wollen in diesem Segment mittel- und langfristig die Wettbewerbsfähigkeit an den internationalen Standorten steigern", sagte Heitmann. Zudem seien Kürzungen des Investitionsbudgets für das laufende Geschäftsjahr auf rund 600 Millionen Euro von bisher geplanten 650 bis 700 Millionen Euro. Ausblick Für das zweite Quartal erwartet Lanxess eine leichte Verbesserung des Geschäfts. "Die Nachfrageschwäche aus der Reifen- und Automobilbranche hält an, doch der Abbau der Lagerbestände bei unseren Kunden schwächt sich ab. Für das zweite Quartal gehen wir derzeit davon aus, dass das EBITDA vor Sondereinflüssen über dem der ersten drei Monate, aber unter 220 Millionen Euro liegen wird", sagte Heitmann. Erwartet werden Sondereinflüsse im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich für die zusätzlichen Maßnahmen. Heitmann: "Das Marktumfeld bleibt schwach und volatil. Vorhersagen sind derzeit schwierig. Dennoch gehen wir für das zweite Halbjahr von einer konjunkturellen Verbesserung der Geschäftslage aus. Asien mit Schwerpunkt China wird sich deutlich besser entwickeln, während die Marktbedingungen in Europa weiterhin schwierig bleiben." Insgesamt rechnet der Konzern im Gesamtjahr 2013 nun mit einem EBITDA vor Sondereinflüssen von unter einer Milliarde Euro. Für 2014 hält Lanxess an seinem mittelfristigen EBITDA-Ziel von 1,4 Milliarden Euro fest, ebenso wie an den angekündigten 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2018. Weitere Informationen: lanxess.com |
LANXESS AG, Leverkusen
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