| 04.05.2012, 06:03 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Der Spezialchemie-Konzern Lanxess stärkt seinen Produktionsstandort für Butylkautschuk im belgischen Zwijndrecht. Wie das das Unternehmen mitteilt, habe man signifikant investiert, um die Produktionskapazität der bestehenden Anlage zu erweitern und zwei Pilotanlagen für eine neue Produktionstechnologie zu errichten. Lanxess gilt als einer der weltgrößten Hersteller von Butylkautschuk, der vor allem in der Reifenproduktion zum Einsatz kommt. Der größte Teil des in Zwijndrecht produzierten Butylkautschuks ist Hochleistungs-Halobutylkautschuk. „Diese Investition unterstreicht die wichtige Rolle, die die Butylkautschuk-Produktion hier in Zwijndrecht für unsere globale Strategie spielt. Unsere Wachstumspläne sind auf Innovationen und Technologien ausgerichtet, die die globalen Megatrends bedienen. Dabei stehen besonders Lösungen für nachhaltige Mobilität im Fokus”, sagte Axel C. Heitmann, Vorstandsvorsitzender der Lanxess AG, im Rahmen der offiziellen Einweihungsfeier. Butylkautschuk wird überwiegend für sogenannte Innerliner verwendet. Dabei handelt es sich um die innerste Gummischicht des Reifens, die undurchlässig für Luft und Feuchtigkeit ist. Das gewährleistet, dass der Reifendruck über lange Zeit konstant bleibt, wodurch Fahrzeuge sicherer werden, weniger Kraftstoff verbrauchen und weniger schädliche Emissionen ausstoßen. Butylkautschuk kann auch in der Lauffläche des Reifens eingesetzt werden und sorgt so für bessere Haftung und Komfort. Weitere Anwendungsbereiche sind zum Beispiel Schutzkleidung oder medizinische Geräte. Ein besonders interessanter Nischenmarkt ist der Einsatz von Butylkautschuk in der Kaugummi-Produktion. Kapazitätserweiterung um zehn Prozent früher als erwartet fertiggestellt Mit dem Ausbau erhöht sich die jährliche Produktionskapazität der Anlage um zehn Prozent auf 150.000 Tonnen Butylkautschuk. Die Erweiterung wurde mit einer Investition von 20 Millionen Euro realisiert und konnte Ende 2011 abgeschlossen werden, einige Monate früher als geplant. „Für die kommende Dekade erwarten wir eine weiter steigende Nachfrage, so dass die Kapazitäten hier in Zwijndrecht sowie an unserem künftigen Standort in Singapur vollständig vom Markt aufgenommen werden”, sagte Ron Commander, Leiter des Geschäftsbereichs Butyl Rubber bei Lanxess. Zusätzlich zur Erweiterung des Werks in Zwijndrecht baut Lanxess derzeit eine neue Anlage für Butylkautschuk auf Jurong Island in Singapur mit einer Jahreskapazität von 100.000 Tonnen. Die Anlage soll die weltweit modernste ihrer Art sein und gilt als die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte von Lanxess. Der Produktionsstart ist für das erste Quartal 2013 geplant. In Sarnia/Kanada betreibt der Konzern eine weitere Anlage für Butylkautschuk mit einer Kapazität von 150.000 Tonnen pro Jahr. Neue Technologie für mehr Energieeffizienz Die neuen Pilotanlagen in Zwijndrecht dienen der Entwicklung einer innovativen Produktionstechnologie. Die Herstellung von Butylkautschuk ist hochkomplex und erfordert Prozessschritte bei Temperaturen zwischen minus 95 und plus 200 Grad Celsius. „Als Technologieführer im weltweiten Markt für Synthesekautschuk treiben wir kontinuierlich Innovationen voran. Diese Pilotanlagen stehen für die großtechnische Einführung einer neuen Technologie, die weniger Ressourcen benötigt und damit energieeffizienter und umweltschonender ist“, erklärte Heitmann. Lanxess in Belgien Mit vier Großanlagen und mehr als 1.400 Mitarbeitern ist Belgien nach Deutschland für Lanxess das zweitgrößte Produktionsland. Neben Butylkautschuk produziert Lanxess an seinen Standorten im Hafengebiet von Antwerpen Caprolactam und Glasfasern – beides Vorprodukte für Hochleistungs-Kunststoffe – sowie Kautschukchemikalien. Weitere Informationen: lanxess.com |
Lanxess AG, Leverkusen
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