| 07.09.2012, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die BASF hat ein neues Forschungslabor für thermoplastische Polyurethane (TPU) in Wyandotte im US-Bundesstaat Michigan eröffnet. Ein multidisziplinäres Team aus Produktentwicklern, Chemikern und Materialwissenschaftlern soll an der Erforschung neuer Produkte für die amerikanische Automobil-, Bau, Sport- und Freizeitindustrie arbeiten. "Die Nähe zu unseren amerikanischen Kunden, der schnelle und direkte Kontakt, ist eine wichtige Voraussetzung, um neue Ideen und Markttrends kurzfristig aufzugreifen und in nachhaltige Innovationen umsetzen zu können", erklärt Dr. Christian Fischer, Leiter des BASF-Forschungsbereichs Advanced Materials & Systems. "Das neue Labor in Wyandotte ist ein weiterer strategischer Schritt zu einer insgesamt noch globaler ausgerichteten Forschung." Außerdem sei es eine hervorragende Basis, um das wissenschaftliches Netzwerk mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen in Nordamerika weiter auszubauen, betont Fischer. Wyandotte ist der größte Forschungs- und Entwicklungsstandort der BASF im mittleren Westen der USA. Das Unternehmen betreibt hier bereits verschiedene Labore zur Erforschung und Entwicklung von Kunststoffen und Beschichtungen für den nordamerikanischen Markt. Mit der neuen Polyurethan-Forschungsgruppe wird der Technologie- und Wissensverbund an diesem Standort weiter verstärkt. "Durch eine enge Verzahnung von Forschung, Entwicklung und Anwendungstechnik können wir sehr zielgerichtet und schnell neue Produkte entwickeln. Ein Erfolgsmodell, das sich schon an anderen Standorten der BASF bewährt hat und das jetzt in Wyandotte weiter vorangetrieben werden soll", erklärt Dr. Karl-Rudolf Kurtz, Leiter der globalen Forschungsabteilung PUR Systems & Composites und verantwortlich für die Polyurethanforschung in Wyandotte. Arbeitsschwerpunkt des neuen zunächst fünfköpfigen Teams ist die Synthese und Verarbeitung von TPU. Ziel ist es, durch Variation der Herstellungsbedingungen wichtige Materialeigenschaften wie Steifigkeit, Elastizität, Transparenz oder UV-Beständigkeit individuell auf die vom Kunden gewünschten Eigenschaften einzustellen. Grundsätzlich zeichnen sich thermoplastische Polyurethane durch eine hohe Verschleiß- und Abriebfestigkeit, hohe Zugfestigkeit, sehr gutes Dämpfungsvermögen und Kälteflexibilität sowie eine hohe Beständigkeit gegen Öle, Fette, Sauerstoff und Ozon aus. Anwendungsgebiete dieser sehr variablen Kunststoffe sind zum Beispiel Kabel und Schläuche im Automobil- und Maschinenbau sowie in der Bauindustrie. In Form von Folien werden sie auch als Verpackungsmaterialien, Ski- und Snowboardbeschichtungen oder Luftkissen für Schuheinlagen genutzt. TPU-Fasern werden in Bekleidungstextilien eingesetzt. Weitere Informationen: www.basf.com |
BASF SE, Ludwigshafen
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