| 10.09.2013, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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In Bratislava hat am Freitag die feierliche Grundsteinlegung für die neue Polyethylen-Produktionsanlage der Raffinerie Slovnaft stattgefunden. Im Rahmen des derzeit größten Investitionsprojekts in der Kunststoffproduktion in Mittel- und Osteuropa entsteht bis 2015 eine neue Anlage zur Herstellung von jährlich 40.000 Tonnen Polyethylen mit niedriger Dichte (LDPE). Damit steigt die Gesamtkapazität der Raffinerie auf 200.000 Tonnen Polyethylen pro Jahr. Wie Slovnaft, eine Tochter des ungarischen Ölkonzerns MOL, am Freitag bekannt gab, fließen in den Bau der eigentlichen Produktionslinie 200 Mio. EUR. Weitere 100 Mio. EUR werden für Rekonstruktionsarbeiten an der Ethylenanlage sowie den Aufbau zusätzlicher Logistik- und Speicherkapazitäten benötigt. Die Finanzierung erfolgt aus Eigenmitteln, einem Kredit der EBRD sowie Krediten von Geschäftsbanken. "Wir erwarten, dass die neue Linie die Kosteneffizienz der Produktion steigert, den Energieverbrauch und die Emissionen senkt und dass es uns dank des breiteren und qualitativ hochwertigeren Produktportfolios auch gelingen wird, neue Kunden auf neuen Märkten zu erreichen", so der Vorstandschef und Generaldirektor von Slovnaft, Oszkár Világi. Das Investitionsvorhaben werde die Wettbewerbsfähigkeit von Slovnaft auf lange Sicht sichern und bringe eine Vielzahl direkter und indirekter Vorteile für die gesamte Slowakei mit sich. Premier Robert Fico lobte das Engagement des ungarischen Konzerns, der keine Ansprüche auf Investitionsbeihilfen gestellt habe. "Dies zeigt, dass erfolgreiche und etablierte Unternehmen trotz der Krise gern in unserem Land investieren, ohne Forderungen an den Staat zu stellen", so Fico. Die neue Anlage LDPE4 ersetzt sieben alte Produktionslinien. Das produzierte LDPE-Granulat wird u.a. zur Herstellung von Folien für Nahrungsgüterindustrie und Landwirtschaft, Spielwaren, Isoliermaterial und Baustoffen eingesetzt. Gebaut wird die Anlage von dem italienischen Industrieanlagenbauer Maire Tecnimont, die Logistik-Infrastruktur hingegen von der deutschen TALKE. Vom Bau der Anlage werden außerdem deutliche Beschäftigungsimpulse für die Region erwartet. In der Spitze werden auf der Baustelle bis zu 1.000 Arbeitskräfte tägig sein. Weitere Informationen: slovnaft.sk, www.mol.hu, www.mairetecnimont.com, www.talke.com Quelle: nov-ost.info |
Chemie- und Kunststoffbranche, Lettland
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