| 13.06.2016, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der britische Kunststoffverarbeiter RPC Group übernimmt das Branchenunternehmen British Polythene Industries (BPI). Laut Pressemitteilung beider Unternehmen beläuft sich das finanzielle Volumen der vereinbarten Transaktion auf insgesamt 261 Mio. GBP (333 Mio. EUR). Dabei erhalten die bisherigen BPI-Aktionäre eine Barzahlung von jeweils 4,70 GBP je Anteilsschein sowie neue RPC-Aktien. Der Deal bedarf noch der Genehmigung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden, das Closing wird bis Ende August dieses Jahres erwartet. BPI gehört nach eigenen Angaben zu den führenden Herstellern von Polyethylenfolien in Europa und ist darüber hinaus im Recycling aktiv. Das Unternehmen hat seine Zentrale im schottischen Greenock und verfügt in Großbritannien, Irland, Belgien, den Niederlanden und Kanada über Produktionsstandorte mit einer Gesamtkapazität von rund 275.000 Tonnen PE-Folie im Jahr. Für das Geschäftsjahr 2015 berichtet BPI einen operativen Gewinn von 28,6 Mio. GBP (36,5 Mio. EUR) und einen Nettogewinn in Höhe von 17,5 Mio. GBP (22,3 Mio. EUR) aus Umsätzen von 468,3 Mio. GBP (596,8 Mio. EUR). RPC-CEO Pim Vervaat erklärt in der Aussendung: "Mit der heute angekündigten Übernahme unternimmt RPC einen weiteren wichtigen Schritt zur Umsetzung ihrer Strategie Vision 2020. Dabei handelt es sich um eine hervorragende strategische Möglichkeit für den Eintritt in den europäischen Markt für Polyethylenfolien mit einer bereits etablierten Basis. BPI verfügt über ein starkes Produktangebot und über eine attraktive Position in ihren europäischen Kernmärkten. Mit dem Zusammenschluss erweitert sich das Angebot von RPC für die Kunststoffverarbeitung, und es entsteht eine neue Grundlage für weiteres Wachstum mit einem großen Synergiepotenzial im Kostenbereich." Die an der Londoner Börse notierte RPC Group gehört nach eigenen Angaben zu den weltweit führenden Herstellern von festen Kunststoffverpackungen und zählt u.a. Beiersdorf (Nivea) zu ihren Kunden. RPC beschäftigt an 130 Standorten in 29 Ländern über 18.000 Mitarbeiter. Zuletzt hatte sich die Gruppe Ende vergangenen Jahres mit der französischen Global Closure Systems (GCS) verstärkt. Für das Geschäftsjahr 2015/16 berichtet die RPC Group einen Umsatz von 1,642 Mrd. GBP (2,093 Mrd. EUR), einen operativen Gewinn von 174,3 Mio. GBP (222,1 Mio. EUR) und einen Nettogewinn in Höhe von 54,9 Mio. GBP (69,9 Mio. EUR). Weitere Informationen: www.rpc-group.com, www.bpipackagingsolutions.com |
Chemie- und Kunststoffbranche, Großbritannien
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