| 11.11.2016, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Tarifkommission der IG BCE hat gestern in Nürnberg einstimmig ihre Forderung für Tarifrunde der bayerischen Kunststoff verarbeitenden Industrie beschlossen: Gefordert wird eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 5,5 Prozent. Der Tarifvertrag "Zukunft durch Ausbildung", der eine Mindestzahl an Ausbildungsplätzen vorsieht, soll fortgeführt sowie Vorteile für Mitglieder thematisiert werden. Seppel Kraus, Verhandlungsführer und IG-BCE-Landesbezirksleiter: "Die wirtschaftliche Lage der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Bayern ist überwiegend sehr gut oder gut. Einige Firmen schreiben Rekordergebnisse. Die Mehrzahl der Unternehmen erwartet ein gutes oder sehr gutes Jahr 2017. Wir wollen unsere Arbeitnehmer an diesen positiven Entwicklungen beteiligen. Und hoffen, aufgrund dieser guten wirtschaftlichen Situation schnell zu einem Abschluss zu kommen - trotz des zu erwartenden Widerstands der Arbeitgeber." Kraus weiter: "Seit Jahren fordern wir eine Verbesserung der Übernahmesituation für Auszubildende. Dagegen hat sich die Branche immer gewehrt. Und nun zeichnet sich ab, dass Fachkräftemangel die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen schwächt. Viele Firmen bekommen ihre Ausbildungsplätze nicht mehr vollständig besetzt. Deshalb werden wir unsere Forderung nach einer vorausschauenden Personalpolitik, die auch so etwas wie Fachkräftesicherung einschließt, in diese Tarifrunde wieder einbringen. Dazu gehört auch, dass wir die Bezahlung von Facharbeitern besonders betonen werden." Die erste Tarifverhandlung mit dem Verband der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Bayern (KVI) ist für den 25. November in München angekündigt. Unter den Tarifvertrag fallen rund 20.000 Beschäftigte, vor allem aus Automobilzuliefer-, Bauzuliefer-Firmen und Medizintechnik. Weitere Informationen: www.bayern.igbce.de, www.igbce.de |
IG BCE - Landesbezirk Bayern, München
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