| 20.09.2017, 07:32 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die deutsche Kautschukindustrie hat zur Jahresmitte einen spürbaren Umsatzanstieg von 3,5 Prozent verbucht. Im ersten Halbjahr 2017 kletterte der Branchenumsatz auf sechs Milliarden Euro. Davon wurde knapp ein Drittel im Ausland erwirtschaftet. Diese Zahlen legte der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk) kürzlich in Frankfurt am Main vor. Demnach trugen zum Wachstum eine erfreuliche Auslandsnachfrage und gestiegene Rohstoffpreise bei. Ein weiterer stimulierender Faktor war das inländische Geschäft in den nachfragestarken Monaten März und Mai. Dagegen trat das Mengengeschäft der Reifenhersteller bislang weitgehend auf der Stelle. Die Lieferungen an die Autobauer lagen in ihrem Volumen unter dem Vorjahr. Auch im Ersatzgeschäft konnte ein kräftiger Anstieg der Nachfrage nach Ganzjahresreifen eine Mengenstagnation in Summe nicht verhindern. Nominal lag das Umsatzwachstum der Reifenhersteller zur Jahresmitte bei 2,2 Prozent. Im Bereich der Technischen Elastomer-Erzeugnisse (TEE) waren Änderungen bei den Abnehmerindustrien zu beobachten: Sorgte 2016 noch die inländische Automobilindustrie für eine hohe Nachfrage nach TEE, so expandierten im bisherigen Jahresverlauf andere Verarbeiterbranchen, namentlich Maschinenbau, Elektroindustrie und Bauwirtschaft. Während die Auslandsfertigung der deutschen Fahrzeugbauer zunahm, lag deren inländische Fertigung unter dem Vorjahr. Die gute Entwicklung bei TEE im non-automotive Geschäft hatte positive Auswirkungen auf Produktion, Kapazitätsauslastung und Arbeitsplätze. Die Unternehmen der deutschen Kautschukindustrie produzierten mit 410.000 Tonnen TEE 3,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum. Die Kapazitätsauslastung stieg um 5,7 Prozentpunkte auf 89,6 Prozent. Zudem legte die Zahl der Beschäftigten leicht um 0,2 Prozent auf knapp 50.700 zu. Weitere Informationen: www.wdk.de |
Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V., Frankfurt a.M.
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