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01.10.2018, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten Optionen:       

Tartler: Neue Systemlösungen für die Verarbeitung von 1K- und 2K-Kunststoffen

Mit der Vakuumstation TAVA 200 F mit Nodopox 200 1K von Tartler lassen sich hochviskose und pastöse Medien ohne Störluft in Deckelfässer abfüllen - (Bild: Tartler).
Mit der Vakuumstation TAVA 200 F mit Nodopox 200 1K von Tartler lassen sich hochviskose und pastöse Medien ohne Störluft in Deckelfässer abfüllen - (Bild: Tartler).
Anlagenbauer Tartler präsentiert auf der Fakuma 2018 mehrere neue Systemlösungen für die effiziente Verarbeitung von 1K- und 2K-Kunststoffen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Vakuumstation TAVA 200 F für die Fassabfüllung ohne Lufteinschlüsse und der neue Kartuschenmischer-Aufsatz LC-DCM mit universellem Anschlusspunkt für die Kunststoffadapter vieler derzeit gängiger Dispenser.

Fassbefüllung ohne Störluft
Um den praktischen Einsatz der halbautomatischen TAVA 200 F ins Bild zu setzen, zeigt das Unternehmen die neue Vakuum-Abfüllstation in Kombination mit seiner 1K-Anlage Nodopox 200 V, die dem volumenregelten Dosieren und Mischen von Epoxies und PU dient. In der Klebstoff- und Dichtmassen-Produktion erfolgt die Verpackung dieser oft hochviskosen Pasten in Spannring-Deckelfässer, die dann komplett in die Mischtechnik-, Dosiertechnik- und Applikationsanlagen der Verarbeiter eingestellt werden. Das Problem: Haben sich bei der herstellerseitigen Befüllung Luftkammern im Material gebildet, so strömt diese „Störluft“ während des Entnahme- und Dosierprozesses in die Dosierpumpe. Das kann den Verarbeitungsprozess so stark beeinträchtigen, das ein Abbruch nötig ist und das komplette System mit Material „gespült“ werden muss, bis alle Störluft beseitigt ist. Dabei kommt es nicht nur zu Materialverlusten; ggf. müssen auch Bauteile ausgetauscht werden.

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Die auf der Fakuma 2018 ausgestellte Vakuum-Abfüllanlage TAVA 200 F soll die Störluft-Problematik schon bei der Fassbefüllung beim Materialhersteller aus der Welt schaffen. Sie ist ausgelegt für 200-Liter-Deckelfässer, lässt sich für viele pastöse und hochviskose Fluide nutzen und kann auch auf andere Gebindegrößen angepasst werden. Ihre vier Hauptkomponenten sind ein Spannsystem zum Stabilisieren des leeren Fasses, ein spezieller Kombiaufsatz zur synchronisierten Vakuumerzeugung und Befüllung, eine Vakuumpumpe und die Steuerung (Touchscreen). All das ist auf einem rundum zugänglichen Sockel mit Fasszentrierplatte installiert. Das „Laden“ der Station sowie das Ausrichten und Einspannen des Fasses auf der Zentrierplatte erfolgen manuell; die Vakuumbeaufschlagung des Fasses und das fast gleichzeitige Befüllen hingegen vollautomatisiert. Ein Fass soll in wenigen Minuten befüllt werden können - frei von Störluft und transportbereit.

Die Konstruktion der TAVA 200 F soll außerdem erlauben, die Material-Eintritts-Oberfläche nach dem Anlegen des Vakuums mit unterschiedlichen Materialzuführungen (Lochplatten, Breitstrahl-Einlässe u.a.) weiter zu optimieren. Störluft aus der Dosierung oder Produktion werde sofort entfernt, wenn die Förderung des Materials in das evakuierte Fass startet. Für Hersteller, die große Stückzahlen an Deckelfässern befüllen müssen, gibt es die Vakuumstation auch als vollautomatisierte Komplettlösung mit motorisiertem Rondell, auf dem je vier Fässer im Rundlauf befüllt und versiegelt werden.

Manuell aber dynamisch
Der neue Kartuschenmischeraufsatz LC-DCM von Tartler mit Universalanschluss für viele marktgängige Kartuschensysteme - (Bild: Tartler).
Der neue Kartuschenmischeraufsatz LC-DCM von Tartler mit Universalanschluss für viele marktgängige Kartuschensysteme - (Bild: Tartler).
Mit seiner zweiten Neuerung spricht Tartler eine ganz andere Anwendergruppe unter den Kunststoff-Verarbeitern an. Denn von dem neuen Kartuschenmischer-Aufsatz LC-DCM mit seinem Universalanschluss für viele marktübliche Dispenser sollen alle jene Kleinmengen-Anwender profitieren, die Gießharze und Klebstoffe für Reparaturen, Nacharbeiten oder die Oberflächen-Optimierung mit pneumatischen Kartuschenpistolen auftragen. Dabei sollen mit dem LC-DCM nun die Qualitätsvorteile der dynamischen 2K-Kunstharz-Mischtechnik aus der automatisierten Serienproduktion für die manuelle Applikation genutzt werden können.

Mit seinem universellen Anschlusspunkt für die Adapter vieler derzeit gängiger Kartuschensysteme erschließt sich der LC-DCM ein großes Anwendungsgebiet. Er eignet sich laut Hersteller beispielsweise für die weit verbreiteten Doppelkartuschen-Dispenser von Sulzer (Mixpac), Nordson (Side x Side) und vielen anderen Herstellern. Zudem könne die Spritzguss-Fertigung von Tartler jederzeit zusätzliche Kunststoff-Adapter für weitere Kartuschen bereitstellen.

Abgesehen von der Verbesserung der Mischqualität soll der LC-DCM bei gleicher Konfiguration und gleichem Druck einen um bis zu 80 Prozent höheren Volumenaustrag als beim Einsatz eines vom Kartuschen- oder Materialhersteller (oder Abfüller) empfohlenen statischen Mischers ermöglichen. Zudem lasse er sich selbst für extreme Mischungsverhältnisse und bei hohen Viskositätsdivergenzen der Materialien nutzen.

Weitere Informationen: www.tartler.com

Fakuma 2018, Friedrichshafen, 16.-20.10.2018, Halle FW, Stand 70

Tartler GmbH, Michelstadt

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