| 18.09.2018, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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Borealis und Borouge geben ein weiteres Ergebnis ihrer Zusammenarbeit mit Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bekannt. Diese basiert auf der Verwendung von Post-Consumer-Rezyklaten (PCR). Aus Haushaltsabfall gefertigte Kunststoffe helfen dabei, den Umweltfußabdruck von Fahrzeugen zu verbessern. Borealis‘ „Daplen“ Polypropylen-(PP)Werkstoffe aus PCR und neu produzierten Kunststoffen wurden für Applikationen und Bauteile einer Hybrid-SUV-Spezialanfertigung verwendet, der vor kurzem vom Premium-Automobilhersteller Volvo auf einem Event unter dem Titel „Ocean Summit“ in Göteborg, Schweden, vorgestellt wurde. Das Auto unterstreicht ihre Ambition, dafür zu sorgen, dass mindestens 25 Prozent der Kunststoffe in neu lancierten Volvo Cars aus nachhaltigem Material hergestellt werden. In Europa hat die EU-Gesetzgebung durch die Altautoverordnung dabei geholfen, die Wiederverwendung, Wiederverwertung und Rückgewinnung von Materialien aus PKW und Leichtfahrzeugen zu steigern. Dennoch suchen Automobilproduzenten weitere Möglichkeiten, um den gesamten Umweltfußabdruck ihrer Modelle zu reduzieren. Polyolefinbasierte Automobilanwendungen stellen bereits seit längerem brauchbare Alternativen zu Materialien wie Aluminium oder konventionellen technischen Kunststoffen dar, da sie Gewichtssenkungen ermöglichen und zugleich hohe Leistungsstandards erfüllen. Die Nachhaltigkeit mancher Automobilanwendungen kann jedoch noch verbessert werden, wenn PCR und Neukunststoffe kombiniert werden, um Hochleistungsmaterialsorten mit langfristig zuverlässiger Beständigkeit zu produzieren. Im Jahr 2014 brachte Borealis als einer der ersten führenden Polyolefinanbieter eine Palette an PP-Verbundstofflösungen mit PCR auf den Markt, die für den Einsatz in Automobilen konzipiert wurde. Die PCR „Daplen“-Produktpalette wurde eingeführt, um die Nachfrage der Branche nach sicheren, leicht erhältlichen und hochwertigen rückgewonnenen Materialien mit geringeren Umweltauswirkungen zu bedienen. Ein entscheidender Faktor ist außerdem, dass die PCR-Materialtypen das Performance- und Kosteneffizienzniveau von Neumaterialien erreichen können. PCR Daplen-Materialien kommen daher für eine Vielzahl an Innen- und Außenanwendungen sowie für Anwendungen unter der Motorhaube in Frage. Kooperation entlang der Wertschöpfungskette ermöglicht Entwicklung neuer PCR-basierter Automobilanwendungen Als strategisch wichtiger Lieferant von Volvo Cars zählte Borealis zu den Unternehmen, die PCR-basierte Lösungen für eine Spezialanfertigung des Volvo XC60 T8 Plugin-Hybrid-SUV lieferten. Borealis produzierte rund zehn Prozent der 60 kg PCR-Material, das für diesen Prototypen verwendet wurde. Obwohl dieses Vorführmodell dem aktuell am Markt verfügbaren Fahrzeug ähnelt, unterscheidet es sich doch in einem wichtigen Punkt: Über 170 der Anwendungen und Komponenten, die normalerweise aus herkömmlichen Kunststoffen gefertigt werden, wurden nun durch leichtgewichtige, recycelte Materialien gleichwertig ersetzt. Zwei Borealis Daplen-Materialien mit PCR wurden für die Produktion von fünf verschiedenen Bauteilen verwendet: „Wir suchen stets nach neuen Möglichkeiten, unser Fachwissen nutzbringend einzusetzen und mit OEMs wie Volvo Cars zusammenzuarbeiten. Wir liefern hochwertige Materialsorten, die die gleiche Sicherheit und Leistung der Fahrzeuge garantieren wie bisher, die jedoch aufgrund ihres PCR-Anteils nachhaltiger und umweltfreundlicher sind“, erklärt Maria Ciliberti, Borealis Vice President Marketing & New Business Development, Polyolefins. „Wir freuen uns darüber, dass die Maßnahmen für den Umstieg auf die Kreislaufwirtschaft nun in der gesamten Branche Fahrt aufnehmen. Unsere Daplen PCR-Materialien sind ein Paradebeispiel dafür, wie Borealis ,Value Creation through Innovation‘ nutzt, um verstärkt Kunststoffe für diesen Kreislauf zu entwickeln.“ Borealis bekennt sich zu den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Dies bedeutet, dass das Unternehmen mit Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammenarbeitet, um neue Möglichkeiten für eine verbesserte Produktentwicklung mit besonderem Schwerpunkt auf „Design for Recyclability“ zu erforschen. Darüber hinaus nutzt Borealis das unternehmenseigene Fachwissen und seine Erfahrung für Kooperationen zur Entwicklung neuer Anwendungen für Kunststoffe, die das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben, wie auch die jüngste Zusammenarbeit mit Volvo unterstreicht. Der Prototyp des Volvo XC60, in dem Teile aus recyceltem Kunststoff verbaut sind, wurde auf dem „Ocean Summit“ von Volvo Cars erstmals vorgestellt. Dieser Event will ganz gezielt auf innovative Lösungen aufmerksam machen, mit denen die Abfallkrise in unseren Meeren bewältigt werden kann. Auch Borealis engagiert sich aktiv dafür, die Vermüllung der Meere zu verhindern – vor allem durch sein Projekt „STOP“ (Stop Ocean Plastics). Der Ocean Summit diente somit auch als starkes Symbol dafür, wie Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette sowie zwischen Branchenpartnern und Stakeholdern etwas bewegen können. Weitere Informationen: |
Borealis AG, Wien, Österreich
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