| 29.10.2021, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die deutsche Kunststoff- und Recyclingindustrie hat eine gemeinsame Position zur Kreislaufwirtschaft und zum Klimaschutz veröffentlicht. Die Vertreter der „Wertschöpfungskette Kunststoff“ setzen damit ein Zeichen zur konstruktiven Zusammenarbeit untereinander. Das erklärte Ziel sei eine funktionierende Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe, um so noch stärker von den Vorteilen des Materials zu profitieren. Fakt sei: Kunststoffe leisten schon jetzt einen elementaren Beitrag zum Klimaschutz. Ein stärkerer Einsatz gebrauchter Kunststoffe würde die CO2-Bilanz weiter verbessern. Die Positionen und vorgeschlagenen Maßnahmen seien aber auch ein Appell in Richtung Politik und Öffentlichkeit, die geteilte Verantwortung für mehr Ressourcenschonung und Klimaschutz aktiv wahrzunehmen und die damit verbundenen Chancen mutig zu ergreifen. Hinter dem Positionspapier stehen die Verbände Plastics Europe Deutschland, der GKV Gesamtverband Kunststoff verarbeitende Industrie, VDMA Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen sowie die Organisationen der Entsorgungs- und Recyclingindustrie BDE und bvse. Sie repräsentieren die Akteure, die für verschiedene, sich ergänzende Aufgaben und Optionen stehen, die dazu beitragen, den Kohlenstoffkreislauf bei Kunststoffen effizient und nachhaltig zu schließen. Transformation der Industrie ist bereits in vollem Gange Der Wandel zur Kreislaufwirtschaft würden die Art und Weise, wie Kunststoffprodukte in Zukunft hergestellt, genutzt und verwertet werden, verändern. Zugleich würde er große Chancen für ein nachhaltiges Wachsen und Wirtschaften der Industrie bringen. Eine wichtige Voraussetzung dafür sei, dass das Lebensende von Produkten bereits in Entwicklung und Herstellung mitgedacht werden müsse; Recyclingfähigkeit und Rezyklateinsatz seien wesentliche Voraussetzungen für zirkuläre Fortschritte. Damit die dahinterstehende Wende gelinge, brauche es auf deutscher und europäischer Ebene ein eindeutiges Bekenntnis zu neuen Technologien, mehr Offenheit gegenüber Innovationen sowie ein rechtliches Umfeld, in dem Investitionen sicher und zügig stattfinden können. Diesen Wandel gelte es jetzt zu gestalten, wie die fünf beteiligten Verbände in ihrer Position festhalten. Maßnahmenkatalog für mehr Kreislaufwirtschaft Im Positionspapier finden sich detaillierte Vorschläge, in welchen Bereichen es Veränderungen für die notwendigen Impulse zu mehr Kreislaufwirtschaft braucht. Neben recyclinggerechter Produktgestaltung, dem Umgang mit Exporten von Alt-Kunststoffen oder dem EU-weiten Ende ihrer Deponierung und der Ausweitung von Entsorgungs- und Verwertungsstrukturen gehöre dazu auch, die Marktbedingungen für den Einsatz von Rezyklaten zu verbessern. Dafür brauche es einen klaren politischen Fahrplan und die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen. Ihre Position und ihre Vorschläge sehen die Verbände zudem als sehr guten Einstieg in den Dialog mit weiteren Partnern aus der Kunststoffindustrie, aber auch mit den Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Denn auch sie seien wesentliche Mitgestalter auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft. Dateianhang zur Meldung: Weitere Informationen: |
Wertschöpfungskette Kunststoff, Berlin + Frankfurt am Main
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