| 13.04.2023, 14:20 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der negative Trend rund um den Ausbildungsberuf zum Kunststoffverfahrensmechaniker setzte sich 2022 weiter fort – und das bei einem bereits niedrigen Ausgangsniveau. Wie der pro-K - Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. weiter mitteilt, wurden insgesamt im vergangenen Jahr 1.429 neue Ausbildungsverträge in der dualen Berufsausbildung abgeschlossen; ein Rückgang um gut acht Prozent gegenüber dem Jahr 2021. Die Gesamtzahl der Auszubildenden in diesem Bereich sank demzufolge ebenfalls deutlich um knapp 14 Prozent. Dies würden aktuelle Zahlen der Deutschen Industrie- und Handelskammer belegen. Damit setzt sich eine bereits länger anhaltende Entwicklung immer schneller fort: Der Kunststoff verarbeitenden Industrie geht der „Rohstoff Mensch“ verloren. Und das in einer Zeit, in der laut einer GKV-Umfrage knapp 30 Prozent aller Unternehmen der Kunststoffverarbeitung in Deutschland ihren Personalbestand im Jahr 2023 gerne erweitern würden. Immerhin weitere 60 Prozent planen mit einer Beibehaltung der Belegschaft. Folglich geht es hier um eine gesunde Branche mit zukunftsträchtigen Arbeitsplätzen – für die sich allerdings immer weniger junge Menschen begeistern können. Langfristig sinkende Auszubildenden-Zahlen „Die Zahlen bestätigen das, was wir auch in unseren Gesprächen mit Mitgliedsunternehmen sehen: Die Suche nach technischem Nachwuchs bleibt schwierig. Die Kunststoff verarbeitende Industrie könnte in der technischen Berufsausbildung gut zweimal so viele Ausbildungsplätze besetzen, wie es aktuell der Fall ist“, ordnet Ralf Olsen, Hauptgeschäftsführer pro-K, die neuesten Zahlen zur Ausbildungsentwicklung ein. „Gut ist, dass das Thema mittlerweile bei der Politik angekommen ist. Mit der Exzellenzinitiative der Bundesregierung soll nun auch in den Gymnasien stärker als bisher auf die duale Berufsausbildung hingewiesen werden, so dass sich mehr junge Menschen für eine (technische) Berufsausbildung entscheiden.“ Fachkräftesuche wird zur Marketingaufgabe Der Gesamtverband Kunststoff verarbeitende Industrie zeichnet unter Federführung von pro-K seit dem Jahr 2001 die besten Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik eines Jahrgangs mit dem Günter-Schwank-Preis aus und informiert dabei über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten in der Kunststoffindustrie. Dazu kommen weitere Bausteine wie etwa die Kunststoff-Ausbildungsinitiative kai auf der Branchenleitmesse K: In Ausstellungen, Diskussionsrunden und an Forschungsständen erleben Auszubildende, Schüler und Studierende von morgen hier die Arbeit mit Kunststoff hautnah. Weitere Informationen: www.pro-kunststoff.de |
pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V., Frankfurt
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