| 08.07.2026, 11:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Hersteller von Kunststoffverpackungen und Kunststofffolien in Deutschland blicken verhalten auf das dritte Quartal 2026. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. unter 92 Unternehmen hervor. Zwar konnten viele Betriebe die seit Februar stark gestiegenen Rohstoffkosten teilweise an ihre Kunden weitergeben, dennoch bleibt die Ertragslage aufgrund der schwachen Konjunktur und des hohen Kostendrucks angespannt. Knapp 60 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als schlecht, rund 37 Prozent als befriedigend und lediglich gut vier Prozent als gut. Für das dritte Quartal rechnen die meisten Unternehmen mit einer stabilen Geschäftsentwicklung. Beim Absatz erwarten 56 Prozent eine Seitwärtsbewegung, 32 Prozent gehen von einem Rückgang aus und knapp zwölf Prozent rechnen mit einer Verbesserung. Auch im Exportgeschäft dominieren stabile Erwartungen: 68 Prozent rechnen mit unveränderten Bedingungen, während rund 24 Prozent Verschlechterungen und knapp acht Prozent Verbesserungen erwarten. Die Umsätze im zweiten Quartal stiegen zwar, spiegeln aber vor allem die massiven Kostensteigerungen für Rohstoffe wider: Laut einer IK-Umfrage von April kletterten die Preise für Neuware seit Februar im Schnitt um fast 58 Prozent. Die Hersteller gaben diese Kosten teilweise weiter, wodurch der Branchenumsatz im zweiten Quartal um rund 13 Prozent über dem Vorquartal lag. Doch dieser Umsatzanstieg entlastet die Unternehmen kaum, zeigt der Blick auf die Erträge: 48 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer Verschlechterung, 43 Prozent mit einer unveränderten und nur 9 Prozent mit einer verbesserten Profitabilität. Angesichts eines durchschnittlichen Rohstoffkostenanteils von rund 46 Prozent an den Herstellungskosten (IK-Umfrage vom April 2026) ist die Kunststoffverpackungsbranche damit einem historisch hohen Kostendruck ausgesetzt. Deutlich entspannter wird inzwischen die Versorgung mit Rohstoffen beurteilt. Der Erwartungssaldo zur Rohstoffverfügbarkeit steigt für das dritte Quartal auf plus 34 Punkte, nachdem er Ende März infolge der Blockade der Straße von Hormus und zahlreicher Force-Majeure-Meldungen auf den historischen Tiefstand von minus 86 Punkten gefallen war. Die Branche sieht damit derzeit weniger ein Risiko physischer Materialengpässe als vielmehr einen weltweit verschärften Wettbewerb um verfügbare Rohstoffmengen und deren Preise. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen planen die Unternehmen überwiegend, ihre Belegschaften zu halten. Rund 68 Prozent erwarten eine unveränderte Beschäftigtenzahl, etwa neun Prozent planen sogar einen Personalaufbau. Damit reagiert die Branche auf den zunehmenden Fachkräftemangel und die demografische Entwicklung und setzt auf den Erhalt qualifizierter Arbeitskräfte als Grundlage für ihre Wettbewerbsfähigkeit. Weitere Informationen: kunststoffverpackungen.de |
IK - Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
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