| 15.02.2002 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Im Laufe des Jahres 2002 jährt sich zum zehnten Mal die Gründung der RIGK (Gesellschaft zur Rückführung industrieller und gewerblicher Kunststoffverpackungen mbH, Rheingaustr. 190-196, Gebäude K241, D-65203 Wiesbaden, Tel. 06 11 / 9 62-78 00, Fax 06 11 / 9 62 78 06, info@rigk.de, www.rigk.de).
Mit der Verpackungsverordnung als Teil des Kreislaufwirtschafts? und Abfallgesetzes hatte der Gesetzgeber 1991 die Konsequenz aus der immer stärker steigenden Abfallflut aus dem Bereich der Verpackungen gezogen. Die Ziele der VerpackV waren die Reduzierung des Verpackungsaufwandes auf das unbedingt Notwendige, der Vorrang für Mehrwegverpackungen und die Verwertung der gebrauchten Verpackungen. Schon bei den ersten Überlegungen zur Umsetzung der VerpackV für Verpackungen aus Industrie und Gewerbe war den Betroffenen klar, dass die Übertragung des Lösungsweges "Duales System" auf Bereiche außerhalb der Konsumgüterverpackungen nicht zielführend sein konnte. Durch die Einteilung der Verpackungen in Transportverpackungen (01.12.1991), Umverpackungen (01.04.1992) und Verkaufsverpackungen (01.01.1993) mit unterschiedlichen Daten für den Beginn der Pflicht zur Rücknahme und Verwertung kamen im Laufe des Jahres 1991 die ersten Fragen aus den Logistikabteilungen der abfüllenden Industrie. Diese wollten wissen, wie ab den unterschiedlichen Stichtagen mit den gebrauchten Verpackungen verfahren werden sollte. Die eigentlich Verantwortlichen, die Hersteller der Werkstoffe und Verpackungen, näherten sich der Thematik "Industrieverpackung" eher zurückhaltend. Die hohen Kosten für Rücknahme und Verwertung im Dualen System ließen eine wesentliche Steigerung der Verpackungskosten befürchten. Die Zurückhaltung war hinsichtlich der Industrieverpackungen aus Kunststoff besonders groß, da die technischen Möglichkeiten des Recyclings dieser Werkstoffe im Verhältnis zu den vorhandenen Techniken bei den Werkstoffen Glas, Papier und Stahl unterentwickelt waren. Dieser Zustand bedeutete aber auch, dass ein hohes Entwicklungspotenzial vorhanden war, welches dann - ausgehend von den Bedürfnissen im Bereich der Verpackungen für Konsumgüter - auch für die Verwertung von Verpackungen aus Industrie und Gewerbe genutzt und ausgebaut werden konnte. Während des Jahres 1992 wurden dann die Bemühungen zum Aufbau eines Systems vorangetrieben. Das Ergebnis war der Beschluss zur Gründung der "Gesellschaft zur Rückführung industrieller und gewerblicher Kunststoffverpackungen" in einer Sitzung am 08.12.1992 mit der Zielsetzung: "Wahrnehmung der Interessen der kunststofferzeugenden sowie der Kunststoffverpackungen herstellenden und nutzenden Industrie im Zusammenhang mit der Erfassung, Sortierung und Verwertung gebrauchter industrieller und gewerblicher Kunststoffverpackungen." (Zitat aus der Satzung der RIGK GmbH). Gesellschafter waren BASF AG, BP Chemicals, DOW Deutschland Inc., Hoechst AG, Hüls AG, Bischof +Klein GmbH & Co, Mauser-Werke GmbH, Nordenia Verpackungswerke AG, Schütz-Werke GmbH & Co und Sulo Eisenwerke Streuber & Lohmann Der Gesellschafterkreis blieb bis heute, abgesehen von Struktur- und Namensänderungen, unverändert. Weitere Informationen unter: www.rigk.de. |
RIGK Gesellschaft zur Rückführung industrieller und gewerblicher Kunststoffverpackungen mbH, Wiesbaden
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