| 02.09.2011, 06:03 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
![]() Ein mit Macroplast UK 1340 hergestelltes Rotorblatt wurde im Langzeittest Belastungen ausgesetzt, die normalerweise in einem Zeitraum von 20 Jahren auftreten. Zur Optimierung der Rotorblattproduktion liegt es nahe, polyurethanbasierte Klebstoffe für die Blattverklebung einzusetzen, bisher allerdings ein Novum in der Windkraftindustrie. Traditionell werden hier zur Verklebung der Halbschalen und Stege vorrangig zweikomponentige Epoxidharze verwendet. Diese erfüllen zwar die extrem hohen mechanischen Anforderungen zuverlässig, stoßen im Zuge der Automatisierung der Fertigungsprozesse jedoch an ihre Grenzen. Eine Lösung will Henkel mit der Entwicklung des Polyurethan-Klebstoffs Macroplast UK 1340 anbieten. Es sei gelungen, einen PUR-Klebstoff zu entwickeln, der die spezifischen mechanischen Anforderungen für den Einsatz in der Windenergieindustrie erfüllt und eine effizientere Herstellung von Rotorblättern ermöglicht. Höhere Auslastung dank schneller Aushärtung Zu den primären Vorteilen zähle die beschleunigte Aushärtung. Klebstoffe auf Polyurethanbasis reagieren schneller als die bisher eingesetzten Epoxidharze. Dank hoher Reaktivität bei niedrigerer Energiefreisetzung während der Aushärtung des zweikomponentigen Klebstoffs werde die Dauer und Temperatur der Aushärtungsphase deutlich herabgesetzt. Umfangreiche Tests häten ergaben, dass sich so die Kleb- und Temperzeiten verringern lassen. Die niedrige Aushärtetemperatur schlage sich zudem positiv im Energieverbrauch nieder und vermindere das Auftreten von Spannungsrissen durch zu hohe Wärmebelastungen. Wärmeempfindliche Schaumeinlagen bleiben ebenso unversehrt. Macroplast UK 1340 erfüllt laut Anbieter alle zur GL-Zertifizierung benötigten Kennwerte und wurde als erster PUR-Klebstoff weltweit vom Germanischen Lloyd zertifiziert. Primäre GL-Anforderungen an den Klebstoff betreffen besonders die Zugscherfestigkeit, Alterungsbeständigkeit, das Kriechverhalten sowie dessen Glasübergang. Mit diesem Klebstoff hergestellte Rotorblätter haben sich demnach bereits in einem über zwölfmonatigen Feldtest bewährt. Einen weiteren Nachweis der Funktionsfähigkeit und Ermüdungssicherheit des verarbeiteten Klebstoffs dokumentierte zuletzt der am Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) bestandene Belastungstest. Rund vier Monate wurde in Bremerhaven ein Rotorblatt im Langzeittest Belastungen ausgesetzt, die normalerweise in einem Zeitraum von 20 Jahren auftreten. Dabei haben die geklebten Verbindungen des 40 Meter langen Blatts gemäß IEC Norm 61400-23 statische und dynamische Tests zur Überprüfung der Nennbelastbarkeit und Ermüdungserscheinungen erfolgreich bestanden. Die erforderlichen Prüfungskriterien für die Zertifizierung von Windenergieanlagen sind ohne Probleme erfüllt worden. Auch die Kriterien von Enercon wurden durch den Blatttest erfüllt. Weitere Informationen: www.henkel.com |
Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf
» insgesamt 45 News über "Henkel" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Mol Gruppe: Hauptversammlung beschließt Dividende von rund 600 Mio. Euro
Mutares: Übernahme von zwei Magna-Automobilzuliefergeschäften zur Erweiterung von Amaneos und HiLo
EMS-Gruppe: Währungsbedingter Umsatzrückgang im ersten Quartal
Meist gelesen, 10 Tage
Trinseo: Deutliche Preiserhöhungen für Polystyrol, ABS und SAN
Feddersen Group: Gebündelte Recyclingkompetenz
EMS-Gruppe: Währungsbedingter Umsatzrückgang im ersten Quartal
Mutares: Übernahme von zwei Magna-Automobilzuliefergeschäften zur Erweiterung von Amaneos und HiLo
Uhde Inventa-Fischer: Neue PET-Anlage für türkischen Verpackungshersteller Köksan
Meist gelesen, 30 Tage
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
BASF: Neuen Verbundstandort in Zhanjiang offiziell in Betrieb genommen
FACC: Rekordumsatz und Ergebnissteigerung im Geschäftsjahr 2025
Röhm: Chemisches Recycling in MMA-Anlage in Worms integriert
Meist gelesen, 90 Tage
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
HydroDyn Recycling: Sanierungsverfahren eingeleitet
Dom Polymer-Technik: Insolvenzverfahren eröffnet
Ceresana: Slight market recovery for plastic pipes in Europe expected from 2026
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Tupperware: Verkauf der Produktionsstandorte in Lateinamerika
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Simulationsgestützte Bestimmung und Optimierung der Mischgüte in der Einschneckenextrusion
|