| 09.01.2012, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Reifenhäuser Extrusion verzeichnet einen deutlichen Anstieg des Auftragseingangs bei Tiefziehfolien-Extrusionsanlagen im Leistungsbereich zwischen 700 und 1.500 kg/h. Seit der K 2010 sind bereits zehn dieser Anlagen zur Produktion von Trinkbechern und Feinkostenbechern aus Polypropylen (PP) und Bechern für die Molkereiindustrie aus Polystyrol (PS) verkauft worden, teilt der Maschinenbauer mit. Weitere Projekte sind demnach bereits in Aussicht. Das große Interesse an den Anlagen resultiert den weiteren Angaben zufolge vor allem aus der vom Markt geforderten Flexibilität. Steigende Rohstoffkosten, kleinere Kundenaufträge und der hohe Preisdruck durch die Endabnehmer, der durch die globale Finanzkrise noch verstärkt wurde, hätten dazu geführt, dass Produzenten sich schnell auf neue Marktsituationen einstellen müssen. Mit Hochleistungs-Einzweckextrudern, die für die Produktion eines bestimmten Rezepts optimiert seien, sei das nur bedingt möglich. Produktumstellungen sind hier mit einer zeit- und kostenintensiven Umrüstung der Maschine verbunden. Oft ist das nur mit dem Einbau einer neuen Schnecke - sofern vorhanden - realisierbar. Michael Beckhoff, Vertriebsleiter bei Reifenhäuser Extrusion: „Vor der Finanzkrise wurden Einzweckextruder als der kommende Trend diskutiert. Das scheint sich jetzt zu relativieren, weil nicht überall Höchstleistung für ein und dasselbe Produkt, sondern vermehrt Flexibilität gefordert ist. Das schlägt sich deutlich in unseren Auftragsbüchern nieder, weil Reifenhäuser Anlagen genau diese Flexibilität bieten: Unsere Kunden sind nicht an ein Produkt und große Aufträge gebunden, sondern können, wenn nötig, ohne Probleme zwischen verschiedenen Rohstoffen wechseln, schnell auf neue Marktanforderungen reagieren und auch kleinere Aufträge effizient produzieren.“ Reifenhäuser Tiefziehfolienanlagen sind auf einen mittleren Drehzahlbereich ausgelegt und können damit eine große Bandbreite an Rohstoffen wie Polypropylen (PP), Polystyrol (PS), Polyethylenterephthalat (PET) und Polylactide (PLA) mit derselben Schnecke verarbeiten. Das modulare Anlagenkonzept ermöglicht die Konfiguration einer Anlage, die speziell auf den Kunden zugeschnitten und trotzdem flexibel ist. Die Anlagen können auch inline mit einem Thermoformer zur direkten Herstellung fertiger Becher gekoppelt werden. Über Reifenhäuser Extrusion Zum 1. Juli 2006 wurden die Aktivitäten im Bereich Folie in der neu gegründeten Reifenhäuser Extrusion GmbH & Co. KG gebündelt, die sich heute in die beiden Geschäftsbereiche Cast Film und Extrusion Center gliedert. Diese umfassen die Produktbereiche Tiefziehfolie, Castfolie / Beschichtung, Komponenten und Service. Die Business Unit Cast Film entwickelt und fertigt für ihre Kunden komplette Gießfolien-, Tiefzieh-, Glättwerk- und Beschichtungsanlagen, sowie einzelne Komponenten wie Düsen und Wickler. Die Folien werden vor allem für Verpackungen in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Die Reifenhäuser Extrusion, die ca. 200 Mitarbeiter am Standort Troisdorf beschäftigt, wird von Bernd Reifenhäuser, Klaus Reifenhäuser und Dr. Jochen Hennes geführt. Weitere Informationen: reifenhauser.com |
Reifenhäuser GmbH & Co. KG Maschinenfabrik, Troisdorf
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