| 09.05.2012, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Mit einer neuen Flachfolienextrusionsanlage will KraussMaffei Berstorff eine besonders vorteilhafte Lösung für Hersteller und Verarbeiter von Folien aus Ethylenvinylacetat (EVA) anbieten. Erstmals sollen sich EVA-Folien bei hohen Geschwindigkeiten mit einer Breite von über 3 m produzieren lassen. Diese weisen den Angaben zufolge optimale optische Eigenschaften auf, haben eine Rückführung des Randbeschnittes und verfügen über einen geringen Schrumpf. Verwendung von EVA-Folien steigt "EVA ist als Rohstoff für technische Folien auf dem Vormarsch", erläutert Prof. Bernd Poltersdorf, Bereichsleiter Folien- und Plattenextrusionsanlagen bei KraussMaffei Berstorff, Hannover. "Weltweit bauen daher Rohstoffhersteller Kapazitäten für EVA auf und entwickeln spezifische Rezepturen für verschiedene Anwendungen", erklärt Poltersdorf weiter. In der stetig wachsenden Photovoltaik-Industrie würden EVA-Folien schon heute in 95 Prozent der Einsatzfälle als Einkapselungsfolien für Siliziumzellen in Solarmodulen eingesetzt. Interessant sei der Einsatz von EVA-Folien auch in Verbundsicherheitsglasscheiben, da diese gegenüber heute eingesetzten Folien aus Polyvinylbutyral (PVB) günstiger und einfacher zu fertigen seien. "Mit den neuen Flachfolienanlagen bietet KraussMaffei Berstorff nun für beide Wachstumsmärkte eine überzeugende Lösung an", so Poltersdorf. ![]() Schrumpfnachweis der Folienmuster im unbehandelten Zustand nach Erwärmung im Ofen und nach der Wasserbadmethode In umfangreichen Untersuchungen in Kooperation mit dem Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik (CSP) in Halle sei nachgewiesen worden, dass EVA-Folien, die auf der neuen Extrusionsanlage hergestellt werden, hochtransparent sind. Sie sollen eine Transmission in einem Glas-EVA-Glas-Prüfkörper im Spektralbereich zwischen 420 und 1.100 nm von 99 Prozent aufweisen. Gleichzeitig habe der heute auftretende Schrumpf um bis zu 45 Prozent auf unter 5 Prozent reduziert werden können. Die Besonderheit dieser Ergebnisse sei, dass sie sowohl für eine handelsübliche Neuwarerezeptur als auch für eine dreifach rezyklierte Probe ermittelt wurde. Die Rezyklierbarkeit von EVA-Folien mache den Herstellprozess deutlich wirtschaftlicher und ökologischer und damit lukrativer für Folienhersteller. Zweischneckenextruder ermöglicht Recycling Kernkomponenten der neuen Extrusionslinie sind eine spezielle Nachfolgeeinheit und der Zweischneckenextruder. Die Nachfolgeeinheit, die jetzt von den KraussMaffei Berstorff-Ingenieuren speziell für die Herstellung von EVA-Folien entwickelt und zum Patent angemeldet wurde, ist den Angaben zufolge hauptverantwortlich für den geringen Schrumpf und die hohen optischen Eigenschaften der Folie. Mit ihr sei außerdem eine doppelseitig geprägte Folie herstellbar, was für viele Anwendungen eine attraktive Alternative darstelle. Der eingesetzte Zweischneckenextruder soll dank optimaler Homogenisierleistung die Einarbeitung der Recyclingware ohne Qualitätseinbußen erlauben und dem Folienhersteller zudem die Möglichkeit bieten, mit Einzelkomponenten anstelle von Precompounds zu arbeiten, was wiederum kostengünstiger sei. Weitere Informationen: www.kraussmaffei.com |
KraussMaffei Berstorff GmbH, Hannover
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