| 19.07.2012, 06:08 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Was hat Abfallverwertung mit Qualität zu tun? Mehr als viele glauben. Beim Kolloquium von Fraunhofer UMSICHT und BKV am 5. und 6. September 2012 in Krefeld diskutieren Experten aus Politik und Wissenschaft, Verwertungsbranche und Kunststoffindustrie über Wege, wie Qualität zur festen Größe in der Kunststoffverwertung wird. Kreislaufwirtschaft hin, Ressourcenschutz her - wenn Sekundärrohstoffe die Kriterien nicht erfüllen, die Kunden erwarten, haben sie kaum noch eine Chance auf dem Markt. Zwar existiert in Deutschland schon seit knapp 20 Jahren eine leistungsfähige Branche, die alte Kunststoffe sortiert, aufbereitet und stofflich oder energetisch verwertet. Doch geschieht das immer in der geforderten Qualität? Achten alle Akteure immer darauf, was Kunden und Markt fordern? Hören Verwerter und Anwender aufeinander? Und welche Bedeutung erlangt die Qualität im Rahmen der Ausweitung der Getrenntsammlung durch die Wertstofftonne? Fragen, auf die es ganz unterschiedliche Antworten gibt und die deshalb beim Kolloquium Zukunft Kunststoffverwertung 2012 im Mittelpunkt stehen. Die Antwort auf Fragen nach der richtigen Qualität ist nicht einfach. Zum einen, weil Anwender von Sekundärkunststoffen verschieden hohe Qualitätsmaßstäbe setzen. Zum anderen, weil beispielsweise Regranulate ganz andere Bedingungen erfüllen müssen als Ersatzbrennstoffe. Nicht zuletzt aber auch deshalb, weil innerhalb der EU die Mitgliedsstaaten ihre individuellen Systeme zur Sammlung, Sortierung und Verwertung praktizieren. Bei manchen spielt Qualität bereits heute eine große Rolle, bei anderen weniger. Der deutsche Weg muss dabei nicht der beste sein: In der Keynote wirft die österreichische Abfallexpertin Andrea Ecker einen kritischen Blick von außen auf die deutsche Praxis. Auch die Podiumsdiskussion öffnet die Grenzen: Was können die verschiedenen Systeme voneinander lernen? Lassen sich Erfahrungen exportieren? Darüber diskutieren Praktiker aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden. Unabhängig davon, ob das Wertstoffgesetz noch in dieser Legislaturperiode den Weg durch die politischen Instanzen schafft oder nicht: Qualität wird zu einem wichtigen Maßstab für erfolgreiche Wertstoffsammlungen. Die politischen Ziele im Wertstoffgesetz umreißt Dr. Helge Wendenburg aus dem Bundesumweltministerium, die Erwartungen der Recyclingbranche skizziert Dr. Dirk Textor vom Verwerterverband bvse. Und über Erfahrungen mit ihrer Wertstofftonne berichten Vertreter von Veolia und der Stadtreinigung Hamburg. Sicher ist: Downcycling war gestern. Die richtige Qualität von Sekundärkunststoffen ist nicht nur der Schlüssel zum Markt. Sie ist auch entscheidend für eine Weiterentwicklung der Getrenntsammlung, für Innovationen in neue Verfahren und Technologie und nicht zuletzt für Antworten auf sich verändernde Abfallströme. Weitere Informationen: www.umsicht.fraunhofer.de, www.bkv-gmbh.de Kolloquium Zukunft Kunststoff-Verwertung 2012, 5.-6.9.2012, Krefeld |
Fraunhofer UMSICHT + BKV, Oberhausen + Frankfurt
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