| 11.04.2013, 06:11 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Gerresheimer meldet im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013 (01. Dezember 2012 bis 30. November 2013) mit 10,4 Prozent auf EUR 294,7 Mio. eine deutliche Umsatzsteigerung. Das Umsatzplus sei insbesondere auf das starke organische Wachstum in dem Geschäftsbereich Plastic Systems zurückzuführen. Dort fielen insbesondere hohe Umsätze mit Werkzeugen und Entwicklungsleistungen an. Auch die Nachfrage nach medizinischen Applikationssystemen wie Insulin-Pens, Asthma-Inhalatoren und vorfüllbaren Glasspritzen sei gut gewesen. Ebenfalls gute Umsätze wurden mit pharmazeutischen Primärpackmitteln wie Injektionsfläschchen aus Glas, Karpulen und Kunststoffbehältern für feste und flüssige Medikamente erzielt. Zu dem deutlichen Umsatzplus gegenüber Vorjahr hätten auch die beiden in 2012 erworbenen indischen Unternehmen Triveni, ein Hersteller von pharmazeutischen Primärpackmitteln aus Kunststoff, und Neutral Glass, ein Hersteller von pharmazeutischen Glasfläschchen, beigetragen. Gerresheimer erwirtschaftete demnach im ersten Quartal 2013 ein operatives Ergebnis (Adjusted EBITDA) von EUR 46,0 Mio, das damit um 2,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals liegt. Die bereinigte operative Marge (Adjusted EBITDA-Marge) betrug 15,5 Prozent und lag damit unter der Marge der Vergleichsperiode von 16,8 Prozent. Der Hauptgrund für den Margenrückgang liegt laut Gerresheimer im außerordentlich starken Umsatzwachstum mit Enwicklungsleistungen und Werkzeuggeschäft im Bereich Plastic Systems. Das Werkzeuggeschäft und die Entwicklungsleistungen seien margenschwächer, aber wichtige Voraussetzung für die nachfolgende Produktion von medizinischen Applikationssystemen. Das Konzernergebnis nach Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 41,7 Prozent auf EUR 10,2 Mio. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um EUR 0,03 auf EUR 0,36. Im ersten Quartal 2013 meldet Gerresheimer Investitionen in Höhe von EUR 16,6 Mio., das sind EUR 1,7 Mio. mehr als ein Jahr zuvor. Außerdem habe das Unternehmen im Dezember 2012 75 Prozent der Anteile an dem führenden indischen Hersteller von pharmazeutischen Kunststoffverpackungen und Verschlüssen, Triveni, gekauft. Ausblick Für das Geschäftsjahr 2013 geht Gerresheimer weiterhin von einem Umsatzwachstum in Höhe von 5 bis 6 Prozent bei konstanten Wechselkursen aus, obwohl vor dem Hintergrund des starken Umsatzwachstums im ersten Quartal 2013 diese Prognose nun etwas konservativer wirke. Das Unternehmen erwartet eine operative Marge (Adjusted EBITDA-Marge) von rund 19,4 Prozent. Das Investitionsvolumen des Geschäftsjahres 2013 werde aufgrund der guten Wachstumsperspektiven auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen und damit rund 9 bis 10 Prozent des währungsbereinigten Umsatzes ausmachen. "Von zentraler Bedeutung sind der Ausbau unserer Produktion für medizinische Applikationssysteme aus Glas und Kunststoff in unseren deutschen Werken in Bünde und Pfreimd sowie im tschechischen Horsovsky Tyn. Zweiter wichtiger Wachstumsfaktor ist der Ausbau der lokalen Produktion für pharmazeutische Primärverpackungen aus Glas und Kunststoff in den schnell wachsenden Schwellenländern," erläuterte Uwe Röhrhoff, Vorstandsvorsitzender der Gerresheimer AG. Weitere Informationen: www.gerresheimer.com |
Gerresheimer AG, Düsseldorf
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