| 01.08.2013, 06:12 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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Der Bayer-Konzern hat im 2. Quartal 2013 kräftige Zuwächse in seinen Life-Science-Bereichen erzielt. Bei MaterialScience lag der Umsatz hingegen in einem schwierigen Marktumfeld leicht unter Vorjahr. Den Angaben zufolge belasteten hier gesunkene Absatzpreise und höhere Kosten für Rohstoffe das Ergebnis. "Unseren Konzernausblick für 2013 behalten wir bei, auch wenn dieser zunehmend ambitioniert erscheint", so Dekkers. Der Konzernumsatz stieg im 2. Quartal um 1,9 Prozent auf 10,360 (Vorjahr: 10,166) Milliarden Euro. Währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) entspricht das einem Wachstum von 4,6 Prozent. Das EBIT verbesserte sich infolge niedrigerer Sondereinflüsse deutlich um 73,9 Prozent auf 1,287 (0,740) Milliarden Euro. Die Sondereinflüsse sanken auf minus 256 (minus 762) Millionen Euro. Darin sind vor allem Aufwendungen für außerplanmäßige Abwertungen immaterieller Vermögenswerte, für Restrukturierungsmaßnahmen sowie für Rechtsfälle - im Wesentlichen im Zusammenhang mit Cipro™ - enthalten. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 2,7 Prozent auf 1,543 (1,502) Milliarden Euro, das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA lag mit 2,195 (2,169) Milliarden Euro um 1,2 Prozent über Vorjahr. Das Konzernergebnis stieg um 74,8 Prozent auf 841 (481) Millionen Euro und das bereinigte Ergebnis je Aktie um 6,2 Prozent auf 1,54 (1,45) Euro. Der Brutto-Cashflow legte im 2. Quartal um 37,3 Prozent auf 1,680 (1,224) Milliarden Euro zu, der Netto-Cashflow erhöhte sich um 9,6 Prozent auf 1,536 (1,401) Milliarden Euro. Die Nettofinanzverschuldung stieg von 7,5 Milliarden Euro zum 31. März auf 9,0 Milliarden Euro zum 30. Juni 2013. Hier konnten die Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit die Auszahlungen für die Dividende und die Akquisition von Conceptus nur teilweise kompensieren. Anhaltend schwieriges Marktumfeld für MaterialScience Im Geschäft mit hochwertigen Materialien (MaterialScience) blieb der Umsatz mit 2,875 (2,954) Milliarden Euro um 2,7 (wpb. 1,5) Prozent unter Vorjahr. "Das Marktumfeld für MaterialScience war auch im 2. Quartal schwierig", erklärte Dekkers und verwies auf geringere Absatzpreise in Asien/Pazifik und Europa. Die Absatzmengen lagen auf Vorjahresniveau - dabei konnten höhere Mengen in Nordamerika Rückgänge in Lateinamerika/Afrika/Nahost und Europa kompensieren. Der Umsatz mit Rohstoffen für Schaumstoffe (Polyurethanes) erhöhte sich wpb. um 3,0 Prozent. Hierzu trugen höhere Absatzmengen bei. Die Absatzpreise lagen insgesamt auf Vorjahresniveau. Bei den hochwertigen Kunststoffen (Polycarbonates) reduzierte sich der Umsatz dagegen wpb. um 8,2 Prozent. Dieser Rückgang ist auf gesunkene Absatzmengen aufgrund einer schwächeren Nachfrage zurückzuführen. Darüber hinaus lagen die Absatzpreise wegen Überkapazitäten im Markt unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Auch im Geschäft mit Rohstoffen für Lacke, Klebstoffe und Spezialitäten war der Umsatz rückläufig (wpb. minus 4,0 Prozent). Hier gingen Absatzpreise und -volumen in nahezu allen Produktgruppen zurück. Das bereinigte EBITDA von MaterialScience sank um 28,5 Prozent auf 274 (383) Millionen Euro. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf gesunkene Absatzpreise sowie höhere Rohstoffkosten zurückzuführen. Besonders schwach entwickelte sich das Ergebnis von Polycarbonates. Gegenüber dem 1. Quartal 2013 legte das bereinigte EBITDA des Teilkonzerns hingegen deutlich zu. Umsatz soll 2013 auf ca. 40 bis 41 Milliarden Euro steigen Den Ende Februar gegebenen Ausblick für 2013 behält der Konzern zum jetzigen Zeitpunkt bei, auch wenn dieser zunehmend ambitioniert erscheint. "Es bleibt abzuwarten, inwieweit die unerwartet schwache Entwicklung bei MaterialScience durch die bessere Performance der Life-Science-Bereiche kompensiert werden kann", erläuterte Dekkers. Für das Gesamtjahr erwartet Bayer auf wpb. Basis einen Umsatzanstieg von 4 bis 5 Prozent. Für die nachfolgenden Prognosen wurden die durchschnittlichen Wechselkurse des 1. Halbjahres 2013 (bisher: des 4. Quartals 2012) zugrunde gelegt. Auf dieser Basis erwartet der Konzern einen Umsatz von ca. 40 bis 41 Milliarden Euro (bisher: 41 Milliarden Euro). Für das EBITDA vor Sondereinflüssen wird eine Steigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich angestrebt. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie will Bayer einen Zuwachs im oberen einstelligen Prozentbereich erzielen. Nach dem schwachen Geschäftsverlauf im 1. Halbjahr 2013 geht MaterialScience davon aus, den Umsatz des Vorjahres im Jahr 2013 nicht ganz erreichen zu können (bisher: leichte Steigerung auf rund 12 Milliarden Euro; Vorjahr: 11,5 Milliarden Euro). Für das bereinigte EBITDA wird jetzt ein Wert unter dem des Vorjahres (bisher: in der Größenordnung des Vorjahres) erwartet. Im 3. Quartal rechnet der Teilkonzern mit einem wpb. Umsatz sowie einem EBITDA vor Sondereinflüssen über dem des 2. Quartals 2013. (Quelle: alle Daten Bayer) Weitere Informationen: www.bayer.com |
Bayer AG, Leverkusen
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