| 06.08.2013, 06:10 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Durch den industriellen Einsatz der Recyclingkunststoffe Procyclen und Recythen werden deutlich weniger Treibhausgase freigesetzt und Primärenergie verbraucht als beim Gebrauch von Neumaterial. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Fraunhofer-Instituts Umsicht im Auftrag der Interseroh Dienstleistungs GmbH, einer Tochter des Umweltdienstleisters und Rohstoffversorgers Alba Group. Beide Regranulate werden durch das von Interseroh entwickelte Verfahren recycled-resource gewonnen und basieren ausschließlich auf der Wertstoffsammlung aus der Gelben Tonne und der Industrie. Procyclen kann unter anderem zur Produktion von Kunststoffteilen in der Automobilindustrie oder Designgegenständen wie iPad-Hüllen, Vasen oder Aufbewahrungsschalen verwendet werden. Auch Kunststoffprodukte des täglichen Gebrauchs wie beispielsweise Klebestifthüllen und Spülbürsten entstehen aus dem Recyclinggranulat. Qualitativ sei Procyclen gleichwertig mit Primärrohstoff und könne diesen zu 100 Prozent ersetzen. Beim Einsatz einer Tonne Recythen anstelle von Primärkunststoff auf Rohölbasis werden laut der Studie in der Produktion 811,2 Kilogramm Treibhausgase eingespart - und die Klimagas-Emissionen damit faktisch halbiert. Im Fall von Procyclen liege die Reduktion bei rund 490 Kilogramm beziehungsweise 30 Prozent. Signifikant sei außerdem die Einsparung beim Energieverbrauch: Sie beträgt mehr als 12.000 Kilowattstunden (kWh) bei Recythen und mehr als 10.000 kWh bei Procyclen. "Mit dem Verfahren recycled-resource sind wir dem Ziel eines zu 100 Prozent geschlossenen Kreislaufs ein großes Stück näher gekommen", erklärt Kai Bastuck, zuständiger Geschäftsbereichsleiter bei Interseroh. Damit trifft der Umweltspezialist den Nerv der Zeit: Angesichts knapper Rohstoffvorkommen und hoher Energiepreise suchen immer mehr Industrieunternehmen nach leistungsfähigen Verfahren, um ihre Erzeugnisse ressourceneffizient herzustellen. "Stoffströme klima- und ressourcenfreundlich zu schließen ist eine riesige Motivation, weiter an neuen Verfahren zu forschen", so Bastuck weiter. "Insofern bestätigen uns die Studienergebnisse von Fraunhofer Umsicht darin, unseren eingeschlagenen Kurs konsequent fortzusetzen." Weitere Informationen: www.alba.info |
Alba AG, Berlin
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