| 25.01.2006 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Überraschende Wende im Insolvenzverfahren der Schwarzataler Kunststoffe GmbH (www.scharzataler-kunststoffe.de): Der bereits still gelegte Recyclingbetrieb im thüringischen Eisfeld kann seine Produktion nun doch fortsetzen. Wie Insolvenzverwalter Hanns Pöllmann und die Römhilder Unternehmensgruppe Eliog-kelivtherm kürzlich bekannt gaben, konnte das endgültige Aus für den Betrieb, der seit 1. Januar 2005 unter Insolvenzverwaltung stand und zum 31. Dezember 2005 bereits geschlossen worden war, überraschend doch noch abgewendet werden. Nach intensiven Verhandlungen erklärten sich die Unternehmer Axel Engels und Dirk Becker bereit, die Anlage in Eisfeld zu übernehmen und den Betrieb fortzusetzen. Eine Nutzungsvereinbarung über die Betriebsstätte in Eisfeld und den Verkauf der Maschinen und Einrichtungen an die neuen Betreiber wurde bereits unterzeichnet. In einem zweiten Schritt erhalten in diesen Tagen 29 Beschäftigte ihre neuen Arbeitsverträge. Je nach Auslastung und dem weiteren Gang der Verhandlungen könnten nach Angaben der neuen Betreiber in den nächsten Wochen bis zu 70 weitere Arbeitsplätze hinzukommen. Damit wäre ein Großteil der ursprünglich 125 Arbeitsplätze gerettet. Der Münchener Insolvenzverwalter Hanns Pöllmann und Interimsmanager Jens Buchholz sprachen unisono von einer "Rettung um fünf nach zwölf". Kurz vor Weihnachten hatten sie allen Angestellten die Kündigung aussprechen müssen. Nun scheint doch noch ein zukunftsfähiges Konzept für den Betrieb gefunden zu sein. "Wir sind natürlich überglücklich," so Buchholz, "es hat sich ausgezahlt, dass das Unternehmen imRahmen des Insolvenzverfahrens nicht einfach zerlegt, sondern optimiert und bestens in Schuss gehalten wurde." Wie die neuen Betreiber mitteilten, sei man zuversichtlich, die für eine rentable Betriebsführung erforderlichen Mengen an recyclingfähigem Kunststoffmaterial aufbringen zu können, um den Betrieb in Eisfeld kurzfristig in die schwarzen Zahlen zu führen. So konnte bereits einer der führenden deutschen Entsorgungskonzerne als Partner der neuen "Schwarzataler" gewonnen werden. Maßgeblichen Anteil an der Einigung mit diesem Zulieferer hatte auch Helmar Scheuring, der ehemalige Geschäftsführer des Unternehmens. Nach dem derzeitigen Anfahren der Anlagen wird die vollständige Produktpalette der Schwarzataler Kunststoff & Recycling GmbH wieder auf dem Markt für Recyclingkunststoffe angeboten werden. Der Betriebsteil Katzhütte der Schwarzataler Kunststoffe GmbH ist von der Einigung nicht betroffen: Der Unternehmensteil steht nach wie vor unter Insolvenzverwaltung der Kanzlei Pöllmann. Auch hier werde "eine für alle Beteiligten gute Lösung" angestrebt, so Buchholz. |
Schwarzataler Kunststoff GmbH, Eisfeld
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