| 30.01.2006 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Aufkommen steigt / Recycling noch unterentwickelt Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ein Müllproblem. Die Entsorgung hält mit der rasanten Entwicklung besonders im boomenden Dubai nicht mit. Wiederverwertung ist noch unterentwickelt. Deponien tragen die Hauptlast des Müllaufkommens, das sich Pro-Kopf gemessen weltweit im Spitzenbereich bewegen soll. Darüber hinaus wird der Wettbewerb durch langfristige Exklusivverträge behindert, die Dubai und Abu Dhabi mit Entsorgern eingegangen sind. Potenzial und Bedarf für eine Verbesserung der Abfallentsorgung in den ganzen Emiraten sind offenkundig. Leider scheinen die Exklusivverträge mit Einzelunternehmen in Abu Dhabi und Dubai die Schaffung neuer Lösungen zu behindern. Ansätze für Recycling bestehen bei Papier und beginnen auch bei Kunststoff Platz zu greifen. Die sinnvolle Trennung beim Verbraucher ist dagegen nach Einschätzung der Environmental Group noch Jahre oder Jahrzehnte entfernt. Neue Chancen tun sich bei den großen Immobiliengesellschaften auf, die die Müllentsorgung in ihren Neubaugebieten selbständig organisieren. So hat die deutsche Neugründung General Waste ein Abkommen mit dem großen teilstattlichen Immobilienentwickler Emaar Properties zum Recycling von vor allem Kunststoff, Papier und Glas. Vorbild ist der deutsche "Gelbe Sack". Das Müllaufkommen soll dadurch um 80 bis 90% verringert werden. Dubai kann exemplarisch für die "Müllentwicklung" in den gesamten Emiraten genommen werden. Zwischen 2000 und 2004 nahm der eingesammelte Abfall aus Haushalten, Gartenbau und Baustellen von 648.000 t auf 866.000 t zu. 2006 oder 2007 dürfte die Schwelle von 1 Mio. t allein für Dubai überschritten werden. Davon waren 151.000 t sog. Gefahrengut (Hazardous Waste). Das Recycling-Potential wird aus der Aufschlüsselung der Aufkommens an festem Müll deutlich. Rund ein Viertel war 2004 Papier. Weitere 28% war organischer Abfall aus den Haushalten und aus dem Gartenbau. Der Anteil von Kunststoffen steigt stetig. 2000 lag er noch bei 16%, 2004 bereits bei 19%. Hier dürfte wegen des weit verbreiteten Einsatzes von Kunststoffverpackungen (vor allem Wasserflaschen) ein "Schatz" zu heben sein. Das Glasaufkommen war 2004 mit 6% (2004) vergleichsweise niedrig. Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
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