| 15.12.2015, 05:58 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Polyurethan-Kunststoffe sind langlebig, formstabil und außerordentlich vielseitig; sie können weich und elastisch, aber auch hart und spröde sein. Verwendet werden PUR-Materialien daher für unterschiedliche Einsatzgebiete: für Autositze und Matratzen, Skier und Schuhsohlen, für Schwämme und Teppichbeschichtungen, Elastomere, für Farben und Lacke, aber auch zum Beispiel für Klebstoffe und Dichtungen. Entsprechend groß ist der Bedarf: Im Jahr 2014 wurde mit PUR weltweit ein Umsatz von über 50 Milliarden US-Dollar erzielt. Eine neue Studie des Marktforschungsinstituts Ceresana erwartet, dass der Absatz bis 2022 pro Jahr um durchschnittlich 4,8% wächst – so dass dann 74 Milliarden US-Dollar erreicht werden. Wachstumsmarkt Bauindustrie Das größte Einsatzgebiet von Polyurethan ist demnach die Bauindustrie, die aus PUR vor allem Dämmschichten und Montageschäume benötigt. Die Kunststoff-Hersteller profitieren derzeit sehr von der Klimaschutz-Diskussion bzw. der zunehmenden Bedeutung von Energieeffizienz und Ressourcenschonung. In verschiedenen Ländern sorgen staatliche Fördermaßnahmen für einen wachsenden Absatz von Dämmstoffen. Ceresana rechnet damit, dass weltweit der PUR-Verbrauch im Baubereich in nächster Zeit um 4,6 % jährlich zulegen wird. Isocyanate: MDI versus TDI Die Eigenschaften von Polyurethan hängen von den verwendeten Ausgangsmaterialien ab. Um eine vollständige Transparenz des PUR-Marktes zu schaffen, haben die Analysten von Ceresana auch die beiden wichtigsten Vorprodukte untersucht: Methylen-Diphenyl-diisocyanat (MDI) und Toluol-Diisocyanat (TDI). Die Einsatzgebiete für PUR-Produkte sind unterschiedlich, je nachdem, ob sie mit TDI oder mit MDI hergestellt wurden. PUR auf Basis von MDI machte im Jahr 2014 knapp 55% des gesamten PUR-Verbrauchs aus. MDI wird seinen Vorsprung voraussichtlich weiter ausbauen, weil dabei die jährlichen Zuwächse 4,2% über denen von TDI liegen. Ein Grund dafür ist die positive Entwicklung der Bauindustrie, die vor allem MDI-basiertes PUR verbraucht. Schwächer entwickeln sich dagegen Möbel und Matratzen, der wichtigste Absatzmarkt für TDI. Die Studie in Kürze Kapitel 1 bietet eine Darstellung und Analyse des globalen PUR-Marktes. Neben der Umsatzentwicklung werden Verbrauch und Produktion eingehend erläutert. Der PUR-Verbrauch wird dabei separat angegeben für Produkte auf Basis von MDI und von TDI. Der Report gibt einen Ausblick auf die Entwicklung der 7 Weltregionen West- und Osteuropa, Nord- und Südamerika, Asien-Pazifik, Mittlerer Osten und Afrika, von 20 einzelnen Ländern sowie auf die weltweite Marktdynamik. Betrachtet werden auch die Nachfrage nach den Iso-cyanaten MDI und TDI sowie die dafür vorhandenen und zukünftigen Produktions-kapazitäten. In Kapitel 2 werden die wichtigsten 20 Länder jeweils einzeln betrachtet: Verbrauch, Umsatz, Produktion und Handel von PUR sowie die Nachfrage nach Isocyanaten. Der Verbrauch von PUR, MDI und TDI wird dabei analysiert, und zwar jeweils für die unterschiedlichen Anwendungen. Kapitel 3 untersucht die verschiedenen Anwendungsgebiete von PUR: Daten zur Entwicklung in den 7 Weltregionen sowie Verbrauchszahlen der 20 wichtigsten Länder. Behandelt werden dabei vor allem die Bauindustrie, Möbel, Matratzen, Fahrzeuge, Farben, Lacke, Klebstoffe und Dichtstoffe, aber auch weitere Anwendungen, wie z.B. Elastomere, Freizeit- und Sportprodukte, Elektro- und Elektronikindustrie, Textilien und Verpackungen. Kapitel 4 bietet als Herstellerverzeichnis Profile von MDI- und TDI-Produzenten, gegliedert nach Kontaktdaten, Umsatz, Gewinn, Produktpalette, Produktionsstätten, Kurzprofil, produktspezifischen Informationen sowie aktuellen und geplanten Kapazitäten je Standort. Ausführliche Profile werden von 23 Herstellern geliefert, wie z.B. BASF SE, Chemtura Corporation, Sadara Chemical Company, Sumitomo Chemical Co., The Dow Chemical Company, Vencorex Holding SAS und Wanhua Chemical Group Co. Weitere Informationen: |
Ceresana Research, Konstanz
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