| 23.12.2015, 11:35 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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Den Rezyklateinsatz für Wood Plastic Composites (WPC) sowie das Rezyklieren von WPC haben fünf österreichische Unternehmen des Kunststoff-Clusters in einer eineinhalbjährigen Kooperation untersucht. Das Ergebnis: Richtiges Recycling von und für WPC biete deutliche Kostenvorteile, ohne dass die Qualität der aus Recyclingware hergestellten Produkte leide. Eine Voraussetzung für einen industriellen Einsatz seien aber ausreichend verfügbare Rohstoffe. Projektgruppe erarbeitet vielfältiges Wissen In verschiedenen Arbeitsgruppen haben die fünf Unternehmen die Rezyklatströme für Kunststoffe, für Holz-Reststoffe und auch für WPC-Dielen genau betrachtet und die Qualitäten, Mengen, Kosten und Verfügbarkeiten ermittelt. WPC-Profile und WPC-Prüfkörper wurden in unterschiedlichen Zusammensetzungen mit wechselnden Anteilen an Rezyklaten und Neuware hergestellt und deren Eigenschaften ermittelt. Die mechanische Charakterisierung erfolgte mittels Zug-, Biege-, Schlagbiege- und Kerbschlagbiegeversuch. Die physikalischen Eigenschaften wie Dichte, Oberflächenbeschaffenheit und Profilausbildung wurden ebenfalls ermittelt. Auch die Langzeitstabiliät mittels künstlicher Bewitterung im Weather-o-Meter, Wasseraufnahme und Lagerung bei unterschiedlichen Klimata oder Temperaturwechselbelastung wurde eingehend untersucht. Die Ergebnisse wurden in gemeinsamen Meetings analysiert und diskutiert. So gelang es, geeignete Materialqualitäten auszuwählen und die Einsatzgrenzen von Rezyklaten festzulegen. Konkrete Ergebnisse
Michael Heitzinger, Erema-Engineering Recycling Maschinen und Anlagen Ges.m.b.H.: "Bei den Versuchen auf unseren Kunststoff-Recyclinganlagen hat sich gezeigt, dass nicht das technische Recycling das Problem darstellt, sondern dass die konstante Quelle der Inputmaterialien der limitierende Faktor ist." Alexander Weiß, Rehau Polymer Industrie GmbH: "Wichtig für uns war: Was passiert nach jahrelanger Nutzung der von uns produzierten WPC-Dielen? Unser Ziel ist die stoffliche Nutzung statt thermischer Verwertung. Und dazu haben wir wertvolle Erkenntnisse erlangt." Mag. Michael Theurl, Theurl Leimholzbau GmbH: "Einen besonderen Nutzen im Projekt zogen wir als Holzreststofflieferant aus dem Benchmark unserer Produkte im Vergleich zu etablierten Lieferanten im Bereich WPC-Holzkomponenten. Wir wissen nun, welche Altholzfraktionen und Sägenebenprodukte für WPC eingesetzt werden können und kennen deren Einfluss auf die Qualität." Christian Wind, Thermoplastkreislauf GmbH: "Wir als Kunststoffrezyklat-Anbieter haben erfahren, dass einzelne Reststoffe aufgrund der sehr hohen Mengenanforderungen für WPC nur bedingt nutzbar sind. Von großen Nutzen für uns war die Auslotung der Möglichkeiten der vorhandenen Doppelschnecken-Extruder für WPC." Weitere Informationen: www.kunststoff-cluster.at |
Kunststoff-Cluster, Clusterland Oberösterreich GmbH, Linz, Österreich
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