| 31.05.2017, 08:02 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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Ohne Additive gäbe es keine Kunststoffe. „Erst vielfältige Zutaten machen aus Polymeren nützliche Materialien“, erläutert Oliver Kutsch, der Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens Ceresana: „Additive erleichtern die Verarbeitung von Kunststoffen, sie schützen gegen Hitze und UV-Strahlen und erweitern das Eigenschaftsspektrum.“ Ceresana hat jetzt erstmals in einer großen Studie den gesamten Weltmarkt für alle bedeutenden Kunststoff-Additive untersucht: Füllstoffe, Weichmacher, Pigmente, Flammschutzmittel, Stabilisatoren, Schlagzähmodifikatoren, Gleitmittel, Antioxidantien, Treibmittel sowie sonstige Kunststoff-Additive. Wachsende Nachfrage Die weltweite Nachfrage nach Kunststoff-Additiven erreichte im Jahr 2016 rund 31,5 Millionen Tonnen. Mehr als die Hälfte davon wurde in Asien-Pazifik verbraucht. Dahinter folgte mit großem Abstand Nordamerika an zweiter Stelle. Kunststoffe ersetzen immer häufiger andere Materialien, wie beispielweise Holz oder Metall. Deshalb wird sich auch die Nachfrage nach Kunststoff-Additiven weiter erhöhen: Gemessen an Verbrauchsmengen und Preisentwicklung erwartet Ceresana, dass der Umsatz bis zum Jahr 2024 auf rund 60 Milliarden US-Dollar wachsen wird. Die aktuelle Ceresana-Studie untersucht detailliert die jeweilige Entwicklung einzelner Kunststoff-Additive in 16 Ländern. Bauindustrie ist größter Nachfrager Kunststoffe sind sicher, verlässlich, leicht und preiswert: diese Eigenschaften führen zu einem weiter anwachsenden Einsatz in der Bauindustrie. Außerdem sind Kunststoffe bei der energetischen Dämmung von Gebäuden zunehmend erste Wahl. Die Bauindustrie muss in vielen Disziplinen überzeugen, beispielsweise Effizienz, Qualität, Umwelt- und Brandschutz. Deshalb werden weltweit die meisten Kunststoff-Additive in diesem Anwendungsgebiet eingesetzt. Am zweithäufigsten werden Kunststoff-Additive im Bereich Verpackungen verwendet. Kunststoffverpackungen gewinnen immer mehr an Beliebtheit, da sie leicht, einfach zu handhaben, mikrowellengängig und optisch ansprechend sind, den Inhalt gut erkennen lassen und dafür sorgen, dass die Ware möglichst lange haltbar und geschmacksintensiv bleibt. Ceresana prognostiziert auch für dieses Anwendungsgebiet einen weiterhin steigenden Verbrauch von Kunststoff-Additiven. In der Studie wird der Additiv-Einsatz in unterschiedlichen Kunststoff-Sorten genauer betrachtet, das heißt in Polyethylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid, Polyurethan, technischen und sonstigen Kunststoffen. Da PVC an sich ein sprödes, hartes und weißes Material ist, werden weltweit die meisten Additive in diesem Kunststoff-Typ eingesetzt, um ihn an verschiedene Einsatzmöglichkeiten anzupassen. Füllstoffe sind am meisten gefragt Füllstoffe sind die Additive, die mit Abstand am häufigsten Kunststoffen beigemischt werden. Danach folgen Weichmacher und Pigmente. Über 16 Millionen Tonnen Füllstoffe wurden im Jahr 2016 für Kunststoffe gebraucht: Füllstoffe erhöhen das Volumen eines Stoffgemischs, ohne die wesentlichen Eigenschaften zu ändern. Immer öfter werden auch hochgefüllte Kunststoffe mit für die jeweiligen Kunden maßgeschneiderten Eigenschaften hergestellt: Mit bis zu 85 Prozent Füllstoffanteil verfügen sie über sehr gute mechanische Eigenschaften und sind oft kostengünstiger als herkömmlichere Werkstoffe. Als Weichmacher werden Stoffe bezeichnet, die zu Kunststoffen gegeben werden, um Dehnbarkeit, Weichheit und Biegsamkeit für Verarbeitung und Gebrauch zu verbessern. Auf die Hersteller von PVC entfällt dabei der mit Abstand größte Anteil des weltweiten Weichmacher-Verbrauchs. Hier kommen sie zum Beispiel bei der Herstellung von Profilen für Fenster oder Türen zum Einsatz. Die Studie in Kürze Kapitel 1 bietet eine umfassende Darstellung und Analyse des globalen Marktes für Kunststoff-Additive - einschließlich Prognosen bis 2024: Für jede Region wird die Entwicklung von Verbrauch und Umsatz dargestellt. In Kapitel 2 werden 16 Länder einzeln betrachtet. Dargestellt werden der länderspezifische Verbrauch, der Verbrauch je Additiv-Typ, Additiv-Verbrauch je Kunststoff-Typ sowie der Umsatz. Zudem wird der Verbrauch für die einzelnen Anwendungsgebiete analysiert. Kapitel 3 befasst sich mit der detaillierten Untersuchung der Anwendungsgebiete von Kunststoff-Additiven. Betrachtet werden dabei die sechs Segmente Verpackungen, Bauindustrie, Fahrzeugindustrie, Elektro & Elektronik, Industrie sowie sonstige Anwendungen. In diesem Kapitel wird der Verbrauch je Land in dem jeweiligen Absatzmarkt betrachtet. In Kapitel 4 werden die Kunststoff-Additiv-Typen im Einzelnen betrachtet: Füllstoffe, Weichmacher, Pigmente, Flammschutzmittel, Stabilisatoren, Schlagzähmodifikatoren, Gleitmittel, Antioxidantien, Treibmittel und sonstige Kunststoff-Additive. Untersucht wird dabei die Verbrauchsentwicklung der einzelnen Kunststoffe je Land. Kapitel 5 bietet nützliche Unternehmensprofile bedeutender Hersteller von Kunststoffen, übersichtlich gegliedert nach Kontaktdaten, Umsatz, Gewinn, Produktpalette, Produktionsstätten und Kurzprofil. Ausführliche Profile werden von 69 Herstellern geliefert, z.B. BASF SE, Chang Chun Group, Clariant International Ltd., DuPont (E.I.) De Nemours, Evonik Industries AG, Exxon Mobil Corporation, Huntsman International LLC, Imerys Graphite & Carbon, Lanxess AG, Merck KGaA und Vanderbilt Chemicals, LLC. Dateianhang zur Meldung: Weitere Informationen: |
Ceresana Research, Konstanz
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