| 18.09.2017, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Der Spezialchemie-Konzern Lanxess konzentriert sich bei seinem Auftritt auf der Fakuma 2017 vor allem auf nachhaltige Anwendungen seiner Thermoplaste in Fahrzeugen. „Wir wollen zeigen, dass unsere Hochleistungskunststoffe wesentliche Beiträge zu einer umwelt- und klimaschonenden Mobilität leisten. Außerdem präsentieren wir uns als kompetenter Entwicklungspartner für Kunststoffanwendungen in neuen Mobilitätsformen - wie etwa der Elektromobilität oder dem autonomen Fahren - und stellen dazu Lösungsansätze mit unseren Materialien vor“, erklärt Jan Bender, Leiter Marketing EMEA im Geschäftsbereich High Performance Materials (HPM) bei Lanxess. Bis 230°C dauerbeständig Ein Highlight auf dem Stand des Spezialchemie-Konzerns ist das neue Hitzestabilisierungssystem XTS2 (Xtreme Temperature Stabilization), das die Dauereinsatztemperaturen der Polyamide Durethan auf über 230°C erhöhen soll. Erster Vertreter der neuen Produktreihe ist das glasfaserverstärkte Polyamid 66 Durethan AKV35XTS2. „Wir reagieren damit auf den Trend zu Verbrennungsmotoren mit höheren Wirkungsgraden, der eine steigende thermische Belastung von Kunststoffbauteilen unter der Motorhaube mit sich bringt“, sagt Bender. Die neuen Polyamide gelten als Alternative zu teuren, hitzestabilisierten Spezialthermoplasten, wie etwa voll- oder teilaromatischen Polyamiden oder Polyphenylensulfid. Mögliche Anwendungen sind zum Beispiel Luftansaugmodule mit integriertem Ladeluftkühler oder Luftführungen in der Nähe des Turboladers. Maßgeschneidert für Bauteile in Fahrzeug-Akkus Ein anderer thematischer Schwerpunkt sind flammgeschützte Polyamide und Polyester, die Anwendung in der Elektromobilität und in Konzepten des autonomen Fahrens finden sollen. Ein Produktbeispiel ist Pocan AF4130, ein Blend aus PBT (Polybutylenterephthalat) und ASA (Acrylester-Styrol-Acrylnitril). Bender: „Das Material eignet sich besonders für Präzisionsbauteile von Fahrzeug-Batteriesystemen, weil es kaum zu Verzug und Schwindung neigt und sehr flammwidrig ist.“ So habe es zum Beispiel eine 5VA-Klassifizierung (1,5 Millimeter) im Brandschutztest UL 94. Außerdem zeige es eine sehr gute chemische Beständigkeit - etwa auch gegen einen in Lithium-Ionen-Akkus weit verbreiteten Elektrolyten (DIN EN 22088-3). Strukturleichtbau und unverwüstliche Unterbodenverkleidungen Mit verschiedenen Exponaten will Lanxess die großen Potenziale unterstreichen, die die Kunststoff-Metall-Verbundtechnologie (Hybridtechnik) und die endlosfaserverstärkten thermoplastischen Verbundwerkstoffe der Marke Tepex im Automobilleichtbau haben. Gezeigt werden leichte, aber dennoch hochbelastbare Modulträger, die in Hybridtechnik hergestellt werden. Als Exponate mit Tepex präsentiert Lanxess in Serie gefertigte Unterbodenverkleidungen, wie etwa eine Tunnelabdeckung und einen Triebwerkschutz, die sich durch eine sehr hohe mechanische Robustheit auszeichnen. Weiterhin werden ein leichter Türmodulträger für ein Fahrzeug der Kompaktklasse und ein Frontend mit Strukturverstärkung, in das steuerbare Kühlergrill-Lamellen integriert sind (active grille shutters, AGS), zu sehen sein. Neue blasformbare Polyamide für „aufgeladene“ Motoren Der Trend zu „aufgeladenen“ Motoren hat dazu geführt, dass sich im Luftmanagement von Motoren die Anforderungen an die Hitzebeständigkeit von Kunststoff-Hohlkörpern, wie etwa Ladeluftrohre, verschärft haben. Auf der Fakuma 2017 präsentiert Lanxess die neuen Polyamide Durethan AKV320ZH2.0 und Durethan BKV320ZH2.0, die vor allem für das 3D-Saugblasformen – etwa von Luftführungsleitungen – ausgelegt sind. Beide für die Großserie optimierten Compounds haben laut Anbieter ein breites Verarbeitungsfenster und ergeben Bauteile mit sehr guter Oberflächenqualität. „Zudem arbeiten wir daran, unsere XTS2-Technologie auch auf unsere Blasform-Produkte zu übertragen“, kündigt Bender an. Weitere Informationen: www.lanxess.com Fakuma 2017, Friedrichshafen, 17.-21. Oktober 2017, Halle B4, Stand 4209 |
Lanxess AG, Köln
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