| 10.04.2019, 07:21 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
![]() Prinzip und Workflow der quantitativen Eigenspannungsbestimmung mittels inkrementeller Bohrlochmethode - (Grafik: SKZ). Mit der inkrementellen Bohrlochmethode steht ein vergleichsweise kostengünstiges und zugleich industriell praktikables Prüfverfahren zur quantitativen Bestimmung von tiefenabhängigen Eigenspannungsprofilen zur Verfügung. Die inkrementelle Bohrlochmethode basiert auf einer Teilentlastung der Oberfläche durch das Anbohren der Bauteiloberfläche. Die in der Nähe des Bohrlochs vorhandenen Spannungen (Eigenspannungen) werden mit Hilfe von speziellen DMS-Rosetten in Abhängigkeit der Bohrlochtiefe erfasst und mit Hilfe eines speziellen Algorithmus ausgewertet. In einem vorangegangenen Forschungsvorhaben konnte das Verfahren bereits erfolgreich für die Messung an unverstärkten (isotropen) Kunststoffbauteilen eingesetzt werden. Ziel eines kürzlich beim SKZ gestarteten Forschungsvorhabens ist nun die Weiterentwicklung der Methode hinsichtlich der Anwendbarkeit auf faserverstärkte, also anisotrope Kunststoffbauteile. Hierfür sollen bestehende Versuchsparameter und Auswerteprozeduren erweitert und mit Methoden der Prozess- und Struktursimulation kombiniert werden, um die zusätzlichen Abhängigkeiten (richtungsabhängige Materialeigenschaften) für den Fall der Anisotropie zu berücksichtigen. Das Verfahren soll im Rahmen eines vom 01.12.2018 bis 31.11.2020 laufenden Vorhabens zudem dazu verwendet werden, den Einfluss von Eigenspannungen auf das Verhalten faserverstärkter Kunststoffbauteile zu untersuchen. Durch systematische Variation verschiedener Material- (Polymer, Fasergehalt und -konzentration) und Prozessparameter (Strömungs- und Abkühlbedingungen) wird aufgezeigt, wie der Eigenspannungszustand gezielt beeinflusst werden kann, um positive Eigenschaften im Bauteil (beispielsweise höhere Festigkeiten und Spannungsrissbeständigkeiten) zu erreichen. Interessierte Industrieunternehmen sind eingeladen, das Forschungsvorhaben kostenfrei zu begleiten und frühzeitig von den Ergebnissen zu profitieren. Das Vorhaben (20329 N) der Forschungsvereinigung "Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V." wird über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e.V. (AiF) im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Kontakt: M. Sc. Manuel Hille m.hille@skz.de 0931 / 4104-345 Weitere Informationen: www.skz.de |
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
» insgesamt 549 News über "SKZ" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Mol Gruppe: Hauptversammlung beschließt Dividende von rund 600 Mio. Euro
Mutares: Übernahme von zwei Magna-Automobilzuliefergeschäften zur Erweiterung von Amaneos und HiLo
EMS-Gruppe: Währungsbedingter Umsatzrückgang im ersten Quartal
Meist gelesen, 10 Tage
Trinseo: Deutliche Preiserhöhungen für Polystyrol, ABS und SAN
Feddersen Group: Gebündelte Recyclingkompetenz
EMS-Gruppe: Währungsbedingter Umsatzrückgang im ersten Quartal
Mutares: Übernahme von zwei Magna-Automobilzuliefergeschäften zur Erweiterung von Amaneos und HiLo
Uhde Inventa-Fischer: Neue PET-Anlage für türkischen Verpackungshersteller Köksan
Meist gelesen, 30 Tage
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
BASF: Neuen Verbundstandort in Zhanjiang offiziell in Betrieb genommen
FACC: Rekordumsatz und Ergebnissteigerung im Geschäftsjahr 2025
Röhm: Chemisches Recycling in MMA-Anlage in Worms integriert
Meist gelesen, 90 Tage
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
HydroDyn Recycling: Sanierungsverfahren eingeleitet
Ceresana: Slight market recovery for plastic pipes in Europe expected from 2026
Dom Polymer-Technik: Insolvenzverfahren eröffnet
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Tupperware: Verkauf der Produktionsstandorte in Lateinamerika
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Simulationsgestützte Bestimmung und Optimierung der Mischgüte in der Einschneckenextrusion
|