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15.04.2019, 12:10 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten Optionen:       

Aurora: Ungarische Mol Gruppe übernimmt Kunststoff-Recycler

Die Mol Gruppe, ein ungarischer Petrochemie-Konzern mit Sitz in Budapest, verkündet die Unterzeichnung eines Kaufvertrages zur Übernahme von Aurora, einem auf die Verarbeitung recyclebarer Materialien spezialisierten Unternehmen, dessen Produktionsstätten in der Nähe von Automobilherstellern und Kunststoffverarbeitungsclustern in Süddeutschland angesiedelt sind. Finanzielle Details werden nicht genannt.

Aurora ist ein mittelständisches Unternehmen mit einem „Lean-Logistic”-Konzept zur Sammlung, Zerkleinerung und Mischung von Produktionsabfällen aus der Industrie für die Weiterverwendung im Automotive-Bereich und anderen Industrien. Das Unternehmensportfolio besteht größtenteils aus technischen Kunststoffen und Polypropylen-Compounds auf Rezyklatbasis.

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Durch diese Akquisition ist Mol in der Lage, eine umfangreiche Auswahl an hochqualitativen Polyamiden, Polypropylenen und anderen recyclingbasierten Compounds anzubieten und damit das vorhandene Portfolio an Polypropylen- und Polyethylen-Neuwaren zu ergänzen. Das Knowhow und das kreislaufbasierte Logistiksystem von Aurora soll es den Kunden von Mol ermöglichen, auf effiziente Art und Weise den Recyclinganteil in den verschiedenen Endprodukten zu erhöhen.

Ferenc Horvath, Executive Vice President of Downstream der Mol Gruppe: „In Einklang mit der Mol Strategie 2030 haben wir einen weiteren Meilenstein unserer Transformation zu einem führenden Chemieunternehmen in Zentral- und Osteuropa erreicht. Die Übernahme von Aurora wird es ermöglichen, unser petrochemisches Segment zu vergrößern und aufzuwerten sowie unser Profil in der Automobilzulieferindustrie zu stärken. Als etabliertes Unternehmen im Polymer-Bereich wollen wir dafür die Stärken unseres integrierten Geschäftsmodells nutzen, während die Flexibilität von Aurora als unabhängiger Kunststoff-Compoundeur erhalten bleibt. Gleichzeitig ergänzt das Betriebsprofil von Aurora unsere Initiativen im Recyclingbereich und bekräftigt unser Engagement für Nachhaltigkeit sowie zur regenerativen Kreislaufwirtschaft.”

Gerhard Schweinle, Gründer und Mitglied der Geschäftsführung von Aurora: „Wir sind uns sicher, mit Mol den idealen Partner für unser Unternehmen gefunden zu haben, um unsere ambitionierten Ziele im Hinblick auf die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz noch intensiver als zuvor voranzutreiben. Unter dem Dach eines der führenden Anbieter für Polymere in Europa wird Aurora seine Kompetenzen im Aufarbeiten von technischen Kunststoffen weiter ausbauen. Durch unser umfangreiches Angebot an nachhaltig hergestellten Produkten sowie die langjährige Erfahrung von Mol können wir uns intensiver für den Schutz unserer Rohstoffressourcen und die Umweltentlastung einsetzen. Gemeinsam mit Mol schreiben wir die Erfolgsgeschichte von Aurora fort und werden unser Wachstum noch beschleunigen.“

Einer der Eckpfeiler der Mol Strategie 2030 ist die Erweiterung der petrochemischen Wertschöpfungskette des Unternehmens. Zu diesem Zweck plant Mol, bis zum Ende der nächsten Dekade ungefähr 4,5 Milliarden Euro in chemische und petrochemische Wachstumsprojekte zu investieren. Compoundierung und Recycling sind zwei der Kernbereiche der Strategie 2030 und die Automobilindustrie ist ein strategischer Sektor, in dem sowohl Mol als auch Aurora einen wachsenden Bedarf an recyclierten Materialien ausmachen.

Die Transaktion unterliegt der Genehmigung durch die zuständigen Kontrollbehörden.

Über die Mol Gruppe
Die Mol Gruppe ist ein integriertes, international tätiges Öl- und Gasunternehmen mit Stammsitz in Budapest, Ungarn. Die Gruppe ist in mehr als 30 Ländern mit einer internationalen Belegschaft von 26.000 Mitarbeitern und einer mehr als hundertjährigen Erfolgsgeschichte im Energiebereich tätig. Die Explorations- und Produktionsaktivitäten der Mol Gruppe werden durch die Erfahrung von über 80 Jahren im Bereich Kohlenwasserstoff unterstützt. Derzeit wird in acht Ländern produziert, in dreizehn Ländern gibt es Explorationsgebiete. Die Mol Gruppe betreibt vier Raffinerien und zwei petrochemische Anlagen in einer integrierten Lieferkette in Ungarn, der Slowakei und Kroatien und besitzt ein Netzwerk von fast 2.000 Tankstellen in insgesamt neun Ländern Zentral- und Südosteuropas. Die Mol Gruppe ist ein Anbieter von Polymerprodukten wie zum Beispiel Polypropylen, Polyethylene niedriger und hoher Dichte mit einem jährlichen Absatz von mehr als tausend Kilotonnen.

Über die Aurora Gruppe
Die Aurora Kunststoffe GmbH, gegründet im Jahr 2009, ist ein familiengeführtes mittelständisches Unternehmen mit Hauptsitz in Neuenstein, das sich auf die Herstellung von hochqualitativen technischen Kunststoff-Compounds fokussiert hat. Am Hauptsitz sowie in den beiden Mahlgutzentren in Walldürn und Villingen-Schwenningen verwertet Aurora ausschließlich sortenreine technische Kunststoffreste aus der Industrie, die in einem ressourcen- und umweltschonenden Prozess zu Kunststoff-Mahlgütern, -Granulaten und -Compounds aufgearbeitet werden. Zur Produktpalette gehören Materialien auf Basis von beispielsweise PA 6, PA 6.6, PA 11, PA 12, POM, PP, PC und PC-ABS, die an Kunden aus der Automobilindustrie sowie aus der Möbel-, Elektro- , Bau- und Maschinenindustrie geliefert werden. Das Aurora Lean-Logistic-Konzept besteht aus einem eigenen Fuhrpark sowie einem Boxenkonzept zur sortenreinen Sammlung von Kunststoffen. Dadurch verfügt Aurora über einen weitreichenden Rohstoffzugang aus hochqualitativen Sekundärrohstoffen. Anfang 2019 wurde außerdem eine neue Compoundierung in Neuenstein mit einer Produktionskapazität von 15.000 Jahrestonnen installiert (siehe auch plasticker-News vom 04.04.2019).

Weitere Informationen: www.aurora-kunststoffe.de, www.mol.hu

Aurora Group, Neuenstein + Mol Group, Budapest, Ungarn

  insgesamt 4 News über "Aurora Kunststoffe" im News-Archiv gefunden

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