| 30.04.2019, 15:58 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() Christos Poullaides (l.), Vorsitzender von PCC, und der zypriotische Präsident Nikos Anastasiadis (r.) bei der Eröffnung der neuen Turn-Key Kunststoff-Recyclinganlage auf Zypern - (Bilder: Lindner/Starlinger). Christos Poullaides, Vorsitzender von PCC, einem Unternehmen der Poullaides Group und Betreiber der Anlage, erklärte aus diesem Anlass: „Ein Traum ist wahr geworden. Über 10.000 Tonnen an Plastikmüll können jetzt in unserer neuen Anlage zu Kunststoffpellets verarbeitet werden und belasten somit nicht mehr die Flora und Fauna der Insel. Durch modernste Technologie von Lindner und Starlinger schaffen wir einen hochqualitativen Wertstoff, der den Einsatz von Primärrohstoffen verringert und zu neuen Produkten wie Folien und Kunststoffverpackungen verarbeitet wird.“ Breites Anwendungsspektrum Das Anwendungsspektrum ist groß für die neue Turn-Key-Kunststoffrecyclinganlage. Neben stark verschmutzen Post-Consumer-Abfällen (HDPE und LDPE) aus der Hausmüllsammlung werden auch extrem leichte und großvolumige Post-Industrial-Folien (Stretchfolien) verarbeitet. „Wir erhalten Ausgangsmaterial unterschiedlicher Qualität, deshalb war Flexibilität eines der wichtigsten Kriterien bei der Wahl der Anlagentechnik. Das von Lindner entwickelte Aufbereitungssystem gibt uns hier einen klaren Wettbewerbsvorteil, da wir saubere und vor allem hochwertige Flakes bei konstant hohem Durchsatz für den direkt nachgeschalteten Extruder produzieren können. Die Kombination aus Lindner Shredder und den perfekt abgestimmten Wasch- und Trocknungskomponenten hat uns diesbezüglich vollends überzeugt“, erklärt Andreas Poullaides, CEO von PCC Waste Mangement. Zerkleinern, Waschen, Trocknen Der Zerkleinerer Lindner Micromat 2000 sorgt laut Anbieter für ein homogenes Korn mit geringem Feinanteil, was als entscheidend für den nachfolgenden Reinigungsprozess gilt. Der Waschprozess selbst erfolgt durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Komponenten, wie dem Vorwäscher Floater oder dem neuentwickelten Friktionswäscher der Baureihe Twister. Diese sorgen den weiteren Angaben zufolge durch dosierte Friktion und angepasste Verweildauer des Materials für eine effektive Ablösung des anhaftenden Schmutzes. Um das für die Extrusion vollkommen saubere und trockene Material erzielen zu können, ist den Waschkomponenten noch eine moderne Trocknungsanlage nachgeschaltet. Das Abwasser wird in der ebenfalls von Lindner gelieferten und voll integrierten Wasseraufbereitungsanlage gereinigt und anschließend wieder dem Prozess in einem „Closed-Loop-Verfahren“ zugeführt. ![]() v.l.n.r. Starlinger Sales Manager Florian Mitterecker, Techniker Leander Huemer und geschäftsführende Gesellschafterin Angelika Huemer, Zyperns Umweltminister Costas Kadis, Lindner Washtech CEO Harald Hoffmann und Sales Manager Marcel Willberg. Vom gewaschenen Kunststoffabfall zum Regranulat Der zerkleinerte und gewaschene Verpackungsabfall aus LDPE und HDPE wird mit einer recoSTAR dynamic 145 C-VAC des österreichischen Maschinenbauers Starlinger recycling technology aufbereitet. Die Anlage produziert laut Anbieter etwa eine Tonne Regranulat pro Stunde. Dank der Kombination aus C-VAC-Hochleistungsentgasung und kontinuierlichem Schmelzefilter bewältigt die Anlage demzufolge Restverschmutzungen ebenso wie hohe Bedruckung und eine gewisse Restfeuchte, die den Folien nach dem Waschprozess anhaftet. „Das C-VAC-Modul hat sich seit seiner Einführung auf der Kunststoff-Leitmesse K im Jahr 2013 binnen kürzester Zeit zu einem Türöffner im Post-Consumer-Recycling entwickelt“, konstatiert Florian Mitterecker, regionaler Verkäufer bei Starlinger recycling technology. Gerade im Post-Consumer-Bereich kommt der effizienten Abscheidung von Gasen demnach eine Schlüsselfunktion zu, denn nur so liefere die Anlage hochwertiges Regranulat ohne Lufteinschlüsse. Weitere Informationen: |
Lindner-Recyclingtech GmbH, Spittal an der Drau, Österreich + Lindner Washtech GmbH, Großbottwar, Deutschland + Starlinger & Co. GmbH, Wien, Österreich
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