| 05.03.2020, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der in den kommenden Jahren zu erwartende Wechsel von Chrom-VI- auf Chrom-III-Prozesse infolge der REACh-Gesetzgebung stellt für die Galvanikbranche eine große Herausforderung dar. Insbesondere die Zulieferer verchromter Automobilbauteile müssen den Spagat schaffen, ihre Anlagentechnik während laufender Serien umzurüsten und rechtzeitig Kapazitäten für Neuaufträge zu schaffen, für die bereits Chrom-III-Oberflächen vereinbart sind. Die Solinger BIA Gruppe hat im Februar 2020 die ersten Anlagen-Umrüstungen abgeschlossen. Am Standort Forst wurde die Galvanik über den Jahreswechsel so umgebaut, dass dort nun sowohl Chrom-III als auch Chrom-VI-Oberflächen produziert werden können. "Mit der Anpassung der Anlagen haben wir unsere Chrom-III-Kapazitäten in der BIA Gruppe erheblich erweitert", betont Waldemar Ungefug, Geschäftsführer bei BIA Forst. "Zudem können wir nun unseren Kunden erstmals auch die Lieferversorgung mit Chrom-III-Bauteilen aus Deutschland zusagen", formuliert Ungefug mit Hinblick auf die strategisch wichtige Lieferversorgung für den heimischen Markt. Während die BIA Gruppe an ihren Standorten in China und der Slowakei bereits seit Jahren die Möglichkeit hat, auf Basis von Chrom-III zu verchromen und auch die Anlage am 2020 neu eröffnenden Standort Mexiko entsprechend ausgelegt ist, erfolgte die Produktion an den deutschen Standorten bislang noch ausschließlich auf Basis von Chrom-VI. "Diese Tatsache war dem Umstand geschuldet, dass die Umrüstung der Anlagen an unseren deutschen Standorten aufgrund der räumlichen Bedingungen vor Ort schwierig umzusetzen ist. Wo wir von Beginn an auf der grünen Wiese planen konnten, haben wir in den vergangenen Jahren unsere Anlagen bereits für beide Verfahren aufgebaut", erklärt Danny Kelm, Geschäftsführer Produktion der BIA Gruppe und ergänzt: "In Forst und Solingen brauchten wir dafür etwas Vorlauf." So mussten neben Umbauplänen und Genehmigungsverfahren auch Verlagerungsstrategien ausgearbeitet werden, um zeitweilig wegfallende Kapazitäten aufzufangen, bevor es mit dem Umbau losgehen konnte. "Der Umbau in Forst war für uns der erste Schritt in unserem Investitionsplan für die kommenden Jahre", erläutert Kelm. Damit seien die Chrom-III-Kapazitäten innerhalb der Unternehmensgruppe um rund 25 Prozent erhöht worden. "Ab Herbst dieses Jahres beginnen wir dann auch mit der Umrüstung unserer Anlagen am Hauptsitz in Solingen, die bis 2022 abgeschlossen sein soll. Damit sind wir bestens aufgestellt für das Umschwenken der Automobilindustrie auf Chrom-III-Oberflächen, das definitiv und unabhängig von dem weiteren Entscheidungsverhalten der EU in dieser Sache kommen wird", erklärt Kelm. Chrom-III gilt als weniger gesundheitsschädlich als Chrom-VI. Weitere Informationen: www.bia-group.com |
BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co.KG, Solingen
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