| 16.07.2007 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Praktikable Lösungen gegen akuten Bewerbermangel Entgegen der ständig lauten Rufe, es gäbe in Deutschland nicht genügend Lehrstellen, klagt die Thüringer Kunststoffindustrie über akuten Bewerbermangel. Anlässlich der 10. Thüringer Ausbildungsbörse präsentierten am Freitag Vertreter der Kunststoffindustrie, der Bildung und Politik ihre Lösungen. Bereits in den vergangenen Jahren konnten in den kunststoffverarbeitenden Betrieben des Freistaats, die sich im Verein PolymerMat Kunststoffcluster Thüringen (www.polymermat.de) zusammengeschlossen haben, nicht alle Lehrstellen besetzt werden. Die Zahl der Bewerber lag bei manchen Berufen sogar erheblich unter der Summe der angebotenen Ausbildungsplätze. Die Mitgliedsbetriebe des PolymerMat gehen davon aus, dass sich diese dramatische Situation weiter verschlechtern wird. Dabei bietet der Industriezweig zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten vom gewerblich-technischen bis hin zum kaufmännischen Bereich und verspricht nach Abschluss sehr gute Entwicklungsperspektiven. Als Grund für den Bewerbermangel sieht das Netzwerk die demographische Entwicklung, in der sich deutlich ein Rückgang der Zahl der Jugendlichen abzeichnet. Tendenz steigend. Informationsbroschüre mit Bildungsmöglichkeiten der K-Branche Vor diesem Hintergrund geht die Branche in Sachen Nachwuchsgewinnung in die Offensive und gibt erstmals eine Informationsbroschüre (Bild) heraus, die sich mit den wichtigsten Bildungsmöglichkeiten und Berufsbildern der Branche befasst. Darüber hinaus erfahren Jugendliche darin alles über die jeweiligen Anforderungen, lesen Erfahrungsberichte und finden ein Verzeichnis der Ausbildungsbetriebe. Die Broschüre soll Jugendlichen die Suche nach einer Lehrstelle vereinfachen. Kooperation mit regionalen Schulen Um aktiv Nachwuchs zu gewinnen, wird PolymerMat die Kooperation mit regionalen Schulen verstärken. Mit regelmäßigen Informationen und Weiterbildungsangeboten für Lehrer wird die Attraktivität der Kunststoffindustrie bei Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten sowohl bei Ausbildungssuchenden als auch bei Lehrern verdeutlicht. Betriebe wiederum werden in Workshops darin beraten, wie sie besser auf Schulen zugehen können. Thüringer Landespolitik gefragt Zugleich ist auch die Thüringer Landespolitik gefragt. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Industrie und Organen, wie dem Wirtschaft- und Kultusministerium oder dem ThILLM soll konzentrierte Aktionen ins Leben rufen, die der aktuellen Situation entgegensteuern. Die weitere erfolgreiche Entwicklung der Thüringer Kunststoffindustrie hängt von kompetentem Personal im ingenieur- und produktionstechnischen Bereich ab – gut ausgebildeter Nachwuchs ist hier dringend erforderlich. PolymerMAT e.V. ist ein Netzwerk, das die Interessen von Unternehmen der Kunststoffindustrie Thüringens bündelt. Als Schnittstelle zur Politik leistet der Verein einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der Wissenschaft, Forschung, Ausbildung und Innovation sowie der Entwicklung der Wirtschaftsregion Thüringen. |
PolymerMat e.V. Kunststoffcluster Thüringen, Jena
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