| 17.06.2020, 12:25 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Polyurethan (PUR) ist aus unserem modernen Alltag kaum noch wegzudenken. Der flexible Werkstoff ist extrem leicht und dennoch sehr strapazierfähig, lässt sich äußerst gut verarbeiten und besitzt beachtliche isolierende Eigenschaften. Mit PUR lassen sich z.B. Häuser besser dämmen, wodurch Energie eingespart und weniger CO2 ausgestoßen wird. Mit PUR lassen sich leichtere Fahrzeuge, die weniger Kraftstoff verbrauchen, und leistungsstärkere Windkraftturbinen bauen. Der nützliche Kunststoff lässt sich allerdingsnur schwer recyceln. Abfallprodukte aus Polyurethan und Verschnitte, die bei der Produktherstellung entstehen, landen größtenteils auf Mülldeponien und in Verbrennungsanlagen. Dadurch gehen auch wertvolle Substanzen verloren, denn PUR besteht teilweise aus nicht erneuerbaren Rohstoffen, u.a. Erdöl. Derzeit bekannte Prozeduren zur Rückgewinnung der Grundstoffe gelten als sehr aufwendig und daher ineffizient. Projekt „RePURpose“ - Mit PUR aus Recycling-Kunststoffen die Neuproduktion reduzieren Der dänische Polyurethan-Hersteller Tinby will das mit seinen Partnern jetzt ändern. Gemeinsam mit Wissenschaftlern und weiteren Unternehmen der Polyurethan-Industrie hat der skandinavische PUR-Produzent ein Projekt ins Leben gerufen, das eine komplett neue Kreislaufwirtschaft für die nützlichen Kunststoffe ermöglichen soll. Mit RePURpose möchten die Hersteller dafür sorgen, dass der Hightech-Werkstoff von heute nicht der Plastikmüll von morgen wird. Das Projekt RePURpose soll nun Abhilfe schaffen. Als skandinavischer Anbieter hochspezialisierter Kunststoffe hat sich Tinby mit fünf weiteren dänischen Unternehmen sowie Experten aus Wissenschaft und Forschung zusammengetan, um ein Verfahren zu entwickeln, mit dem PUR-Abfälle recycelt und in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden können. Den Rahmen des Projekts entwickeln beteiligte Forscher zweier unterschiedlicher Technologien: Die erste konzentriert sich auf die Materialverluste bei der Produktion. Das zweite Verfahren soll eine effiziente Möglichkeit bieten, PUR-Abfälle, die in der Industrie, aber auch beim Endverbraucher anfallen, in ihre Grundbausteine, die sogenannten Monomere, zu zerlegen. So wäre bei der Wiederverwendung größtmögliche Flexibilität gewährleistet. Für das Projekt wurde durch „Innovation Fund Denmark“ ein Gesamtbudget von 2,5 Mio. Euro bereitgestellt. Mit den entwickelten Methoden möchte Tinby gemeinsam mit seinen Mitstreitern zum weltweit führenden Anbieter im Bereich Polyurethan-Recycling werden. Weitere Informationen: tinby.de |
Tinby A/S, Søndersø, Dänemark
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