| 20.10.2020, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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![]() ![]() Das neue Dosiersystem der Firma OPM neben einer Spritzgießmaschine. Die Farbzugabe erfolgt über den blauen Druckschlauch in den Maschinenzylinder unterhalb des Einfülltrichters - (Bild: Rowasol, Pinneberg). Wie das SKZ weiter mitteilt, funktioniert das Prinzip wie bei einer Spritze: Ein präziser Linearantrieb fährt demnach den Kolben nach hinten und saugt dadurch die Farbe aus dem Behälter in den Kolbenzylinder. Für den Einsatz in der Spritzgießproduktion bewegt sich der Kolben während der Plastifizierphase um eine definierte Position nach vorne und fördert somit eine vorgegebene Menge an Farbe exakt und wiederholgenau in den Maschinenzylinder. Bei einem Farbwechsel wird neben dem Behälter der Flüssigfarbe auch das Kolbensystem, einschließlich des Druck- und Saugschlauchs, ausgetauscht. Tropffreie Schnellverschlusskupplungen sollen dabei eine sichere und saubere Handhabung ermöglichen. Da die Flüssigfarben nicht mit dem Linearantrieb in Kontakt kommen, sei kein Spülvorgang erforderlich. Folglich könne die Produktion mit der neuen Farbe sofort starten. Für den kontinuierlichen Extrusionsprozess ist ein Doppelkolbendosiersystem verfügbar, sodass ein Kolben mit Farbe befüllt werden kann, während der andere Kolben Farbe in den Extruder injiziert. Die Steuerung sei leicht zu bedienen und beinhalte auch eine komfortable Rezepturverwaltung. Nach jedem Farbwechsel seien bei den ersten produzierten Bauteilen, bedingt durch Farbreste im Zylinder und im Angusssystem, in der Regel Schlieren und Farbabweichungen erkennbar. Im Rahmen des gemeinsamen Projektes entwickelte das SKZ ein Schlierenmesssystem, um zu ermitteln, wann ein Farbwechsel tatsächlich abgeschlossen ist. Bei Untersuchungen im Technikum des SKZ seien spritzgegossene Prüfplatten mit dem Handlinggerät aus dem Werkzeug entnommen und vor eine hochauflösende Kamera positioniert worden. Eine neuentwickelte Software analysiert das aufgenommene Bild in Sekundenschnelle und vergleicht Homogenität und Farbe zu einem Sollteil. Bei zu starken Abweichungen kann das Handlinggerät das aktuell gemessene Bauteil automatisch aussortieren. Das Schlierenmesssystem soll für flache Bauteile wie spritzgegossene Platten bereits sehr gute Ergebnisse liefern. In zukünftigen Projekten will das SKZ die Software weiterentwickeln, um auch komplexe, dreidimensionale Bauteile auf Farbqualität zu prüfen. Das Projekt ZF4026627EB8 wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung des zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Weitere Informationen: www.skz.de, opm-mechatronic.de |
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
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