| 20.12.2021, 07:02 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Der Sandalenhersteller Birkenstock beabsichtigt den Kauf eines Grundstücks mit 120.000 Quadratmetern Fläche im Industriepark Berlin-Szczecin. Nach vorläufigem Abschluss des umfangreichen Auswahlverfahrens hat der Industriepark Berlin-Szczecin (Mecklenburg-Vorpommern) gute Aussichten, der Standort für das Leuchtturmprojekt von Birkenstock zu werden. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, ist die neue Produktionsstätte in der ersten Ausbauphase mit Investitionen in Höhe von mindestens 50 Mio. Euro verbunden. Wegen des starken weltweiten Wachstums von Birkenstock ist demnach schon heute eine Erweiterung der Produktionsstätte geplant. Mittelfristig sollen in dem neuen Vorzeigewerk 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Damit ist das EVA/PU Kompetenzzentrum nicht nur das größte Investitionsvorhaben in der Geschichte des deutschen Traditionsunternehmens, sondern wäre auch eine der größeren Industrieansiedlungen in Mecklenburg-Vorpommern seit der Wiedervereinigung. Birkenstock wäre damit auf Anhieb einer der größten privaten Arbeitgeber in der Metropolenregion zwischen Berlin und Szczecin (Stettin). Der von Birkenstock präferierte Standort liegt auf dem Gebiet der Stadt Pasewalk im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Birkenstock hat sein Interesse am Kauf eines Grundstücks mit 120.000 Quadratmetern Fläche bekundet. Die Stadtvertreter haben kürzlich mit großer Mehrheit dem Verkauf dieser Fläche an Birkenstock zugestimmt. Der abschließende Kauf ist noch an bestimmte Voraussetzungen wie etwa das Vorliegen der notwendigen bau- und immissionsschutzrechtlichen Genehmigungen geknüpft. Angesichts des engen Zeitrahmens, der sich aus dem starken Wachstum ergibt, will Birkenstock deshalb die Gespräche mit einem weiteren potenziellen Standort vorerst fortführen. Produktionsstart bereits fürs erste Quartal 2023 in Planung Nach dem Willen von Birkenstock sollen die Bauarbeiten noch im zweiten Quartal 2022 starten. Die Produktion soll noch im ersten Quartal 2023 anlaufen. Im neuen EVA/PU Kompetenzzentrum sollen hochwertige Kunststoff- und Outdoorsandalen hergestellt werden. Dabei will Birkenstock in puncto Innovation und Nachhaltigkeit neue Maßstäbe setzen und baut deshalb bei dem neuen Standort u.a. auf Emissionsvermeidung, Energieeffizienz, höchste energetische Gebäudestandards, den Einsatz erneuerbarer Energien, recycelbare und C02-arme Baustoffe oder auch Dachbegrünungen. Ertüchtigung des Standortes Görlitz Der Standortentscheidung sei ein umfangreiches, mehrstufiges Auswahlverfahren vorausgegangen, in dem bundesweit zunächst rund 60 mögliche Standorte identifiziert wurden – allesamt in Deutschland gelegen, so wie auch die übrigen Birkenstock Produktionsstandorte. In einem weiteren Schritt seien zwei Optionen identifiziert worden, die nun in der engeren Auswahl sind – mit Pasewalk als präferiertem Standort. Notwendig geworden sei die Standortsuche, weil der Hauptproduktionsstandort in Görlitz sowohl räumlich als auch in Bezug auf das vorhandene Arbeitskräftepotenzial an seine Grenzen stoße und Birkenstock weltweit sehr stark wache. Deshalb habe das Unternehmen entschieden, den Standort zu refokussieren und komplett auf die Herstellung der Core-Produkte, also der Fußbettungen und der Kork-Latex-Sandalen, auszurichten. Dafür sollen mindestens 50 Mio. Euro in die Ertüchtigung des Standortes. Auf diese Weise sollen die Kapazitäten für die Herstellung der Kork-Latex-Sandalen um 50 Prozent aufgestockt werden. Gleichzeitig soll die bislang in Görlitz beheimatete Herstellung der Premium-Kunststoff- und Outdoorsandalen in einem neuen Kompetenzzentrum gebündelt werden. Verbunden sei dieser Schritt mit einem erheblichen Ausbau der Produktionskapazitäten von heute rund 30 Mio. Paar jährlich auf 40 bis 50 Mio. Paar pro Jahr. Weitere Informationen: www.birkenstock-group.com |
Birkenstock Group B.V. & Co. KG, Linz
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