| 31.05.2022, 13:17 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() v.l.n.r.: Reinhard Schneider, Herwart Wilms und Dr. Nabila Rabanizada stellen die Recyclat Initiative vor - (Bild: Remondis / Werner & Mertz). Die beiden Unternehmen haben sich unter dem Dach der Recyclat-Initiative zusammengeschlossen, um anhand praktischer Anwendungsbeispiele zu zeigen, wie sich Kunststoffkreisläufe vollumfänglich schließen lassen. Das gemeinsame Ziel ist es, nachhaltige Materialkreisläufe zu etablieren und dafür den Wertstoff aus der Quelle "Gelber Sack" zu nutzen. Im Zuge einer gemeinsamen Pressekonferenz auf der IFAT erläuterten Reinhard Schneider, Geschäftsführender Gesellschafter von Werner & Mertz, Herwart Wilms, Geschäftsführer Remondis, sowie Dr. Nabila Rabanizada, Technische Leiterin Kunststoffrecycling bei Remondis, den Weg des Rohstoffs vom Gelben Sack über die weiterentwickelte mechanische Aufbereitung zurück in den Produktionskreislauf und in neue nachhaltige Verpackungen. Dabei bekräftigten die Podiumsteilnehmer auch die Forderung nach verbesserten politischen Rahmenbedingungen in der EU. Reinhard Schneider, Geschäftsführender Gesellschafter von Werner & Mertz: „Die Recyclat- Initiative von Werner & Mertz hat bewiesen, dass hochwertige Recyclatqualitäten aus der haushaltsnahen Sammlung gewonnen werden können. Um die weiterhin günstigeren Preise für Neuware auszugleichen und hochwertige Anwendungen für Recyclate im Sinne von Closed-Loops anzustoßen, werbe ich für die Einführung einer Plastiksteuer auf Neuware.“ Herwart Wilms, Geschäftsführer Remondis, ergänzte in dem Zusammenhang, dass die Einführung einer verursachergerechten Steuer auf nicht recycelte Altverpackungen aus Kunststoff, die sogenannte “Plastiksteuer“, nur durch eine zielgerichtete Verwendung die erwünschte Lenkungswirkung entfalten könne: „Um das Recycling von Kunststoffen stärker zu fördern und zu einem Erfolgsmodell mit weltweitem Vorbildcharakter zu machen, müsste die Steuer zu einer zweckgebundenen Abgabe umgewandelt werden. Nur so ließe sich nachhaltige Produktion gezielt fördern, anstatt die Steuermittel für andere Aufgaben zu verwenden.“ Während das weitgehend verlustfreie Recycling von Rohstoffen wie Glas, Metall und Papier seit Beginn der Kreislaufwirtschaft Anfang der siebziger Jahre etablierte Praxis ist, galten Kunststoffe bisher als werkstofflich eher schlecht verwertbares Material. Vor allem in Ländern, in denen weder funktionierende Sammelsysteme noch Sortier- und Verwertungskapazitäten vorhanden sind, belasten Kunststoffabfälle Böden und Gewässer in zunehmendem Maße. Beide Kooperationspartner arbeiten gemeinsam daran, das Kunststoffrecycling in Deutschland und Europa weiter zu optimieren und zu einer der Schlüssellösungen für die Bewältigung der weltweiten Plastikkrise auszubauen. Weitere Informationen: www.remondis.de, www.werner-mertz.de |
Remondis SE & Co. KG, Lünen + Werner & Mertz GmbH, Mainz
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