| 21.06.2022, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() Die neue Seitendosierung ZS-B MEGAfeed von Coperion soll das Einzugsvolumen von Fasern und Flakes in den ZSK Doppelschneckenextruder immens erhöhen, so dass viele Kunststoff-Recycling-Prozesse deutlich wirtschaftlicher oder überhaupt erst möglich werden - (Bilder: Coperion). ![]() Das mit der Seitendosierung ZS-B MEGAfeed deutlich verbesserte Einzugsverhalten von Kunststoff-Fasern und -Flakes soll zu enormen Durchsatzsteigerungen beim Recycling von Kunststoffen mit dem ZSK Doppelschneckenextruder von Coperion führen. Durchsatzsteigerung in Zahlen Mit einem ZSK 58 Mc18 Doppelschneckenextruder soll die Durchsatzsteigerung und damit das Potential der neuen ZS-B MEGAfeed sehr deutlich werden. Beim Recycling von PA-Fasern mit einer Schüttdichte von ~40-50 kg/m3 seien bislang mit herkömmlichem Equipment Durchsätze von 70 kg/h erzielt worden. Wurden die PA-Fasern über die ZS-B MEGAfeed in den ZSK Extruder eingebracht, seien die Durchsätze um das 14fache auf 1.000 kg/h angestiegen. Ähnlich verhalte es beim Recycling von Carbon-Fasern mit einer Schüttdichte von ~50-70 kg/m3. Dort seien die Durchsätze mit der ZS-B MEGAfeed von 50 kg/h auf 2.500 kg/h gestiegen. Beim Recycling von PCR (Post Consumer Recycled)-Flakes seien Durchsatzsteigerungen von 50 kg/h auf 700 kg/h erzielt worden, beim Recycling von Flakes aus Mehrschichtfolien von 80 kg/h auf 1.300 kg/h. Wirtschaftliches Recycling unterschiedlicher Kunststoffe Kunststoffe, die bislang als nicht recycelbar galten, würden mit der neuen ZS-B MEGAfeed von Coperion zu einem wertvollen Rohstoff. So könnten beispielsweise PCR-Flakes oder Rezyklat aus kohlefaserverstärkten Kunststoffen nun mit hohen Dosierraten in den ZSK-Extruder eingebracht und dort wirtschaftlich recycelt werden. Beim mechanischen Upcycling bislang notwendige, der Compoundierung vorgelagerte Prozesschritte wie das Verdichten, Aufschmelzen und Agglomerieren entfallen mit der ZS-B MEGAfeed-Technologie komplett. Flakes und Fasern können bei diesem Recycling-Prozess direkt in den ZSK-Extruder dosiert und dort in einem Schritt aufgeschmolzen, compoundiert, entgast und gefiltert werden. Dadurch sinken den weiteren Anbieterangaben zufolge die Investitionskosten und der Energieverbrauch. Der Produktionsprozess wird demnach deutlich effizienter. Darüber hinaus sinke die thermische Belastung des Produkts. Die Qualität des Rezyklats steige. Auch beim Recycling von PET sei die Dosierrate nicht länger ein limitierender Faktor. PET-Flakes und -Fasern könnten mit der ZS-B MEGAfeed in großen Mengen ohne Vortrocknen und Kristallisieren in den ZSK Doppelschneckenextruder eingebracht und dort mit hoher Wirtschaftlichkeit aufbereitet werden. Mit der ZS-B MEGAfeed soll auch Post-Consumer Waste in großen Mengen dem ZSK Doppelschneckenextruder zugeführt werden können. Dieser Mehrwert greife insbesondere beim chemischen Recycling. Die Durchsatzraten des ZSKs seien mit der ZS-B MEGAfeed sehr hoch. Das Vorheizen des Rezyklats über den mechanischen Energieeintrag der Doppelschnecken soll damit für die Weiterverarbeitung im Reaktor noch wirtschaftlicher werden. Die ZS-B MEGAfeed-Technologie kann bei bestehenden Coperion-Anlagen nachgerüstet werden, um so das Anwendungsspektrum der Anlage deutlich zu erweitern und um die Durchsatzraten zu steigern. Marina Matta, Team Leader Process Technology Engineering Plastics bei Coperion: „Wir sind überzeugt, dass die neue ZS-B MEGAfeed eine wegweisende Funktion beim Recycling von Kunststoffen einnehmen wird. Insbesondere Kunststoff-Fasern, die uns aus Textilien in immer größeren Mengen vorliegen werden, galten bislang als kaum recycelbar. Mit der ZS-B MEGAfeed wird dies nun möglich. Deutlich mehr Kunststoff-Abfälle können rezykliert werden. Und das mit sehr hoher Effizienz. Für die Kunststoff-Industrie ist die ZS-B MEGAfeed ein weiterer großer Schritt auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft, auf den wir sehr stolz sind.“ Weitere Informationen: www.coperion.com |
Coperion GmbH, Stuttgart
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