| 22.05.2003 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Ob Erdbeere, Waldfrucht oder Natur – Joghurt fehlt heute in kaum einem Kühlschrank. Der erste Joghurtbecher aus Kunststoff erblickte im Mai 1963 in einer Berliner Molkerei das Licht der Welt. Von diesem Zeitpunkt an war der Siegeszug der Verpackung nicht mehr aufzuhalten. Die Lust der Deutschen auf das leckere Milchprodukt ist ungebremst: Durchschnittlich 100 Becher löffelt jeder jährlich aus. In ihrem 40. Lebensjahr ist die praktische Verpackung mit 4,8 Gramm bei einem 150-Gramm-Becher schlank und rank wie nie zuvor. Seit der Einführung des Grünen Punkts (www.gruener-punkt.de) 1991, der Anreize zur Verringerung von Verpackungen schafft, hat er sein Gewicht um ein Viertel reduziert.
Richtig recycelt erhält jeder Joghurtbecher nach dem Genuss ein zweites Leben. So kann es an vielen Stellen im Haushalt zu Déjà-vu-Erlebnissen mit wiederverwerteten Kunststoffbechern kommen. In der Regel sind sie in ihrer neuen Gestalt beispielsweise als CD-Hülle, Fliegenklatsche oder Kleiderbügel nicht mehr wiederzuerkennen. Von den letzten Joghurtresten werden die Becher in den Recyclingunternehmen befreit, daher müssen sie zuhause nicht ausgespült werden. Es genügt völlig, sie löffelrein in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack zu werfen. Anschließend werden sie zu Kunststoff-Regranulat verarbeitet. Diese kleinen Körnchen sind wahre Multitalente. So erlebt der Joghurtbecher seine Wiedergeburt beispielsweise auch als praktische Klappkiste – mit der beim nächsten Einkauf für Joghurtnachschub im Kühlschrank gesorgt werden kann. |
Duales System Deutschland AG, Köln
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