| 23.06.2003 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Duales System Deutschland AG (www.gruener-punkt.de) verbucht trotz der Turbulenzen um Pflichtpfand und Wettbewerbsrecht für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Effizienzplus. Die Kosten für den Grünen Punkt wurden 2002 bei stabiler Leistung erneut gesenkt. Nach Lizenzentgelt-Rückzahlungen in Höhe von 87 Millionen Euro an die Kunden ist das Geschäftsergebnis ausgeglichen. „Diese positive Entwicklung wollen wir weiter fortschreiben“, sagte Hans-Peter Repnik, Vorstandsvorsitzender des Dualen Systems, auf der Bilanz-Pressekonferenz in Köln. Das sei jedoch langfristig nicht ohne tief greifende Veränderungen möglich: „Wir haben daher ein umfassendes „Innovationsprogramm 2007“ gestartet, um das Duale System in eine krisenfeste Zukunft zu führen und seine Gesamteffizienz auch unter erschwerten Bedingungen weiter zu steigern.“ 2002 ist der Jahresumsatz des Non-Profit-Unternehmens mit 1,874 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Vor Preisabsenkung lagen die Umsatzerlöse bei 1,961 Milliarden Euro, also um 4,4 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Dies erklärt sich im Wesentlichen durch die Zunahme von Einweggetränkeverpackungen in den Sammlungen des Dualen Systems. Insbesondere die Menge der PET-Verpackungen nahm im Jahr 2002 stark zu. Die Kosten für die Entsorgung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen konnte der Grüne Punkt um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,821 Milliarden Euro senken. Im Geschäftsjahr 2002 konnten 997 Kunden neu gewonnen werden, damit sind knapp 19.000 Unternehmen Kunden des Dualen Systems. Im laufenden Geschäftsjahr steht das Duale System vor großen betriebswirtschaftlichen Herausforderungen. Durch die Einführung des Pflichtpfands zum 1. Januar 2003 entstehen dem Unternehmen Umsatzverluste von voraussichtlich rund 310 Millionen Euro pro Jahr. Die Kosten für die flächendeckende Infrastruktur der Entsorgungswirtschaft sinken jedoch nicht in gleichem Maße. „Dies trifft uns nicht unvorbereitet“, so Repnik. „Bereits seit 1999 hat das Duale System entsprechende Rückstellungen gebildet, die nun planmäßig aufgebraucht werden.“ Zudem berücksichtigt die Neuausschreibung der Leistungsverträge die veränderte Situation, so dass ab 2004 aus der Pfandpflicht keine finanziellen Risiken für das Unternehmen entstehen. Die Lizenzentgelte bleiben daher stabil. Mit dem „Innovationsprogramm 2007“ erschließt das Duale System weiteren Handlungsspielraum. „Wir setzen dabei drei Schwerpunkte“, erklärte Repnik in Köln: „Wir wollen den fairen Wettbewerb innerhalb und außerhalb des Systems sichern, die Effizienz steigern sowie neue strategische Allianzen für eine nachhaltige Abfallwirtschaft bilden.“ Wichtige Signale für die Erneuerung des Dualen Systems sind die Straffung des Aufsichtsrats, die Neuausschreibung der Leistungsverträge, eine zunehmende Öffnung für neue Verwertungswege, die verstärkte Kooperation mit Politik, Wirtschaft und Umweltverbänden sowie die weitere Intensivierung der europäischen Zusammenarbeit der mittlerweile 19 Grüner-Punkt-Organisationen. |
Duales System Deutschland AG, Köln
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