| 13.02.2008 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Geistiges Eigentum von Collins & Aikman erworben Bayer MaterialScience (www.bayermaterialscience.de) hat das thermoplastische Polyurethane (TPU) betreffende geistige Eigentum von Collins & Aikman (C&A) gekauft. Bayer MaterialScience erweitert damit sein TPU-Portfolio für Formhäute auf Instrumententrägern im Kfz-Innenraum. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. Das erworbene geistige Eigentum umfasst unter anderem verschiedene TPU-Formulierungen und Patente sowie das entsprechende Fachwissen. Ein entscheidender Aspekt bei der Kaufentscheidung: Die von C&A entwickelten thermoplastischen "Size-Reduction-Technologien". Diese so genannten "Micro-" und "Mini-beading-Verfahren" verleihen Pulverkörnern eine bestimmte Form sowie eine Größenverteilung, die beim Schmelzvorgang einen besseren Formfluss ermöglichen. Die so hergestellten TPU-Typen eignen sich für das Slush Molding (Sinterverfahren), für das Bayer MaterialScience bereits diverse eigene Patente besitzt. Mit dieser Herstellungsmethode entstehen in Großserie Formhäute für Instrumententräger. Die einheitliche Pulverkorngröße bildet dabei die Basis für die in der Automobilindustrie geforderte Qualität, wenn die Konstruktion tiefe Unterschnitte, spitze Radien, Oberflächenlogos und/oder eine tiefe Narbung vorsieht. TPU-Produkte in eingefärbten Pulvern Bei den Formulierungen handelt es sich um aliphatische TPU-Qualitäten, die lichtecht sind und sich deshalb durch UV-Licht nicht verfärben. Derartige Aliphate müssen weder nachlackiert noch im In-Mold-Verfahren verarbeitet werden. Dies erspart den OEMs und den Teileherstellern die Kosten und den Aufwand für das Lackieren der fertigen Instrumententräger und Innenraumteile. Bayer MaterialScience will das entsprechende TPU-Produkt künftig in Form eines vorher eingefärbten Pulvers anbieten, das genau zu den von dem OEM-Hersteller angegebenen Innenraumfarben passt. Mit der Übernahme des C&A-Know-hows deckt Bayer MaterialScience eine Werkstofftechnologie ab, die bei einer Reihe von OEM-Anwendungen für Formhäute auf Kfz-Instrumententrägern eingesetzt wird: General Motors, Ford, Chrysler und verschiedene asiatische Transplants verwenden TPU bei ihren aktuellen und künftigen Fahrzeugmodellen mit unsichtbaren Beifahrer-Airbags. Bei diesem Design muss die Formhaut ihre Eigenschaften während der gesamten Lebensdauer des Fahrzeugs behalten. "Das Oberflächenmaterial für Instrumententafeln muss auch bei Temperaturen unter -30 °C duktil bleiben. Dies gehört zu den entscheidenden Leistungsanforderungen der OEMs, um ein Zersplittern beim Entfalten des Airbags zu verhindern", erklärte Mike Zierden, der in Amerika die Business Unit TPU-Resins bei Bayer MaterialScience LLC leitet. "Die neue TPU-Formulierung in unserem Portfolio bietet überlegene mechanische Eigenschaften, darunter eine ausgezeichnete Kratzfestigkeit. Gleichzeitig fühlt sie sich angenehm wie Leder an." Die Langzeithitzebeständigkeit von TPU übertrifft ebenfalls die der meisten Alternativmaterialien. |
Bayer MaterialScience AG, Leverkusen
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