| 30.03.2026, 10:27 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Röhm setzt am Standort Worms erstmals eine selbst entwickelte Technologie im industriellen Maßstab ein, mit der chemisch recyceltes Methylmethacrylat (MMA) aufbereitet werden kann. Ausgangsstoff ist Polymethylmethacrylat (PMMA), das im Rahmen eines Depolymerisationsprozesses wieder in MMA umgewandelt wird. Nach Unternehmensangaben sind dabei Ausbeuten von mehr als 90 Prozent möglich. PMMA wird in unterschiedlichen Anwendungen eingesetzt, darunter Fahrzeugrückleuchten, Medizinprodukte und weitere technische Produkte. Aufgrund seiner chemischen Struktur gilt der Kunststoff als gut geeignet für chemische Recyclingverfahren, bei denen das Material in seine Ausgangsmonomere zurückgeführt werden kann. Die neue Aufbereitungstechnologie wird in die bestehende MMA-Produktion in Worms integriert. Damit erweitert Röhm seine bestehende Infrastruktur um einen Prozessschritt zur Nutzung chemisch recycelter Rohstoffe. Das Unternehmen schafft damit die Voraussetzungen für einen geschlossenen und skalierbaren Wertstoffkreislauf innerhalb der PMMA-Wertschöpfung. Ab Sommer 2027 soll das recycelte MMA unternehmensweit eingesetzt werden, unter anderem für die Herstellung zirkulärer Produkte der Marke „proTerra“. Die Investition ist Teil einer europaweiten Recycling-Allianz für PMMA, die Röhm Ende 2024 gemeinsam mit Partnern gegründet hat. Ziel des Zusammenschlusses ist es, die Rückführung von Endverbraucher- und End-of-Life-PMMA deutlich auszubauen und einen geschlossenen Materialkreislauf für den Werkstoff zu etablieren. Innerhalb der Allianz sind die Aufgaben entlang der Wertschöpfungskette verteilt: Pekutherm sammelt und sortiert europaweit jährlich rund 5.000 Tonnen PMMA-Abfälle. MyRemono verarbeitet diese Mengen durch Depolymerisation zu technischem recyceltem MMA (rMMA). In Worms übernimmt Röhm anschließend die weitere Aufarbeitung dieses technischen rMMA zu MMA in Neuwarequalität. Nach Angaben von Röhm soll das Verfahren dazu beitragen, PMMA-Abfälle hochwertig in den Produktionskreislauf zurückzuführen und damit den Einsatz fossiler Rohstoffe zu verringern. Zugleich verweist das Unternehmen auf künftige regulatorische Anforderungen, auf die sich Kunden mit dem Einsatz zirkulärer Rohstoffe einstellen müssten. Die Investition wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert. Das Förderprogramm richtet sich an Industrieunternehmen in Deutschland und unterstützt Maßnahmen zur Energieeinsparung, Ressourcenschonung und Emissionsminderung. Weitere Informationen: www.roehm.com |
Röhm GmbH, Darmstadt
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