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24.06.2026, 13:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten    

Brückner Group: Nachhaltigkeitsbericht nach ESRS definiert Ziele und Meilensteine bis 2030

Die Brückner Group hat ihre strategischen Schwerpunkte über eine umfassende doppelte Wesentlichkeitsanalyse nach ESRS definiert. - (alle Bilder: Brückner Group)
Die Brückner Group hat ihre strategischen Schwerpunkte über eine umfassende doppelte Wesentlichkeitsanalyse nach ESRS definiert. - (alle Bilder: Brückner Group)
Die Brückner Group hat ihren aktuellen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht und erstmals an den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) ausgerichtet. Der Bericht dient als strategischer Rahmen für die Nachhaltigkeitsaktivitäten der Unternehmensgruppe und beschreibt konkrete Fortschritte sowie operative Zielsetzungen bis zum Jahr 2030. Gleichzeitig bereitet sich das Unternehmen damit auf die Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) vor.

Grundlage der Nachhaltigkeitsstrategie ist eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse nach ESRS. Dabei wurden vier zentrale Handlungsfelder identifiziert: Klimaschutz (ESRS E1), Kreislaufwirtschaft (ESRS E5), die eigene Belegschaft (ESRS S1) sowie Unternehmenspolitik und Compliance (ESRS G1). Nach Angaben der Brückner Group bilden diese Themen die Bereiche mit der größten ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wirkung.

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Im Bereich Klimaschutz verfolgt die Unternehmensgruppe wissenschaftsbasierte Reduktionsziele. Die direkten und energiebezogenen Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2) sollen bis 2030 um 50 Prozent sinken. Dazu sollen unter anderem Photovoltaikanlagen an vier internationalen Standorten ausgebaut und der Anteil selbst erzeugter erneuerbarer Energien auf mehr als 25 Prozent des Strombedarfs erhöht werden. Ergänzend verweist das Unternehmen auf das neue Werk in Oberdorf/Bayern, das auf eine CO₂-arme Produktion ausgelegt ist.

Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf den indirekten Emissionen aus der Nutzung der verkauften Anlagen. Nach Unternehmensangaben entfallen rund 97 Prozent des gesamten Corporate Carbon Footprint auf diesen Bereich (Scope 3.11). Entsprechend konzentrieren sich die Entwicklungsaktivitäten auf die Verbesserung der Energieeffizienz der Maschinen. Brückner Maschinenbau strebt bis 2030 bei BOPP-Anlagen eine Reduzierung des spezifischen Stromverbrauchs um sieben Prozent und des Wärmeverbrauchs um 14 Prozent je Tonne produzierter Folie an.

Für die Kreislaufwirtschaft plant die Unternehmensgruppe, künftig mehr als 20 Prozent ihrer jährlichen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Nachhaltigkeitsprojekte zu investieren. Die einzelnen Unternehmen der Gruppe verfolgen dabei unterschiedliche Schwerpunkte. Brückner Maschinenbau arbeitet an Anlagenkonzepten zur Herstellung von BO-Folien mit mindestens 35 Prozent Post-Consumer-Rezyklat-Anteil und strebt deren Marktreife bis 2027 an. Kiefel entwickelt das Trockenformverfahren "Dry Fiber" für Naturfaserverpackungen mit dem Ziel der industriellen Serienreife bis spätestens 2027. PackSys Global plant die Entwicklung vollständig recycelbarer Tubenlösungen für die weltweiten Kosmetik- und Pharmamärkte bis 2030. Brückner Servtec will die Zahl der Anlagen-Upgrades mit nachweisbarem Kreislaufwirtschaftseffekt bis zum Ende des Jahrzehnts verdoppeln.

Neben Umweltaspekten enthält der Bericht auch konkrete soziale und Governance-Ziele. Geplant sind unter anderem eine Steigerung der Weiterbildungsstunden in ausgewählten Qualifizierungsprogrammen um 30 Prozent, die Besetzung von rund zwei Dritteln der vakanten Führungspositionen aus den eigenen Reihen sowie eine zweijährliche Compliance-Schulung für die gesamte weltweite Belegschaft.

Mit dem neuen Nachhaltigkeitsbericht verknüpft die Brückner Group regulatorische Anforderungen mit konkreten technischen und organisatorischen Maßnahmen und definiert messbare Zielgrößen für ihre Nachhaltigkeitsstrategie bis 2030.

Weitere Informationen: www.brueckner.com

Brückner Group SE, Siegsdorf

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