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19.08.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten    

Dr. Boy: Kompakte Spritzgieß- und Automationslösungen

„Electric Barista“ - (Bild: Dr. Boy).
„Electric Barista“ - (Bild: Dr. Boy).
Die Dr. Boy GmbH & Co. KG zeigt auf der Fakuma 2026 einen Querschnitt ihres Maschinenprogramms. Insgesamt sind sieben Exponate am eigenen Stand in Halle A7 sowie auf Partnerständen zu sehen. Erstmals werden dabei sowohl die elektromechanischen als auch die servohydraulischen Spritzgießmaschinen im neuen einheitlichen Design präsentiert. Vier Anwendungen sind automatisiert.

Im Mittelpunkt steht das neue Linearhandling LR 5 Compact an einer Boy 35 Electric. Handling und Förderband sind vollständig unterhalb der Schutzhaube der Maschine integriert. Eine zusätzliche externe Schutzumhausung ist damit nicht erforderlich. Nach Herstellerangaben reduziert sich die Aufstellfläche gegenüber einer Lösung mit externer Einhausung von rund 5,2 auf 3,1 m². Die erforderliche Deckenhöhe beträgt 2,6 m.

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Das Handling wird über die Maschinensteuerung „Procan Alpha 6“ bedient. Maschinen- und Automationsfunktionen einschließlich Datensatz- und Fehlermanagement werden damit in einer gemeinsamen Steuerung zusammengeführt. Separate Handlingsteuerungen und entsprechende Euromap-Schnittstellen entfallen. Auf der Boy 35 Electric werden Ölausgießer produziert. Zusätzlich wird die neue Option zum elektromechanischen Ausschrauben vorgestellt.

Mit dem sogenannten „Electric Barista“ zeigt Boy eine automatisierte Anwendung auf einer Boy 50 Electric. Die Maschine fertigt Tassen aus NAS 30 Eco, die anschließend von einem kollaborativen Roboter für die Ausgabe von Espresso verwendet werden.

Die Boy 100 Electric verarbeitet Flüssigsilikon (LSR) zu Falttrichtern. Ein integriertes Linearhandling LR 5 entnimmt die Bauteile und legt sie auf einem Förderband ab. Die vollelektrische Baureihe ist auf präzise und dynamische Bewegungsabläufe sowie die parallele Ausführung mehrerer Maschinenbewegungen ausgelegt.

Mikrospritzguss mit zwei Boy XS E
Einen weiteren Schwerpunkt bildet der medizinische Mikrospritzguss. Zwei Boy XS E mit jeweils 100 kN Schließkraft fertigen kleinste medizinische Bauteile. Eine Maschine verarbeitet LSR, die zweite ein medizinisches PLA des Typs „Resomer LR 704 S“.

Beide Maschinen sind mit einer 8-mm-Schnecke ausgestattet und arbeiten nach dem First-in-first-out-Prinzip. Die Anwendungen sollen insbesondere die Verarbeitung sehr kleiner Schussgewichte und die reproduzierbare Dosierung im Mikrospritzguss demonstrieren.

Vertikale Umspritzanwendung mit kompakter Automation
Auf einer Boy 35 E VV werden Werkzeug-Sterngriffe für die Innensechskantgrößen HEX 3, 4 und 5 gefertigt. Die Zuführung der Einlegeteile übernimmt eine flexible Vereinzelung von Variobotic, die direkt auf dem Maschinenständer der Vertikalmaschine installiert ist. Dadurch bleibt der zusätzliche Flächenbedarf der Automation gering.

Das Messeprogramm ergänzt eine Boy 20 E Pro. Auf ihr werden kleine Kunststoff-Bierkästen gefertigt, die als Aufbewahrungsboxen für Batterien dienen. Das Einstiegsmodell arbeitet mit der Steuerung „Procan Alpha 4“ und nutzt die servomotorische Antriebstechnik der E-Serie.

Mit den ausgestellten Anwendungen deckt Boy Bereiche vom Mikrospritzguss über LSR-Verarbeitung und vertikales Umspritzen bis zu vollelektrischen Maschinen mit integrierter Automation ab. Ein technischer Schwerpunkt des Messeauftritts liegt auf der Reduzierung des Platzbedarfs sowie auf der engeren Integration von Spritzgießmaschine und Handlingtechnik.

Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle A7, Stand 7101

Weitere Informationen: www.dr-boy.de

Dr. Boy GmbH & Co. KG, Neustadt-Fernthal

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